[Travel] Cape Town – Pinguin(plage) am Boulders Beach

[Travel] Cape Town – Pinguin(plage) am Boulders Beach

Nachdem ich von euch höchst offizell die Genehmigung bekomen habe, euch weiter meine tollen Fotos aus Südafrika unter die Näschen zu halten, geht’s heute gleich fröhlich weiter. Wir fahren ein Stückchen aus Kapstadt raus, die malerische Küste runter zum Boulder’s Beach in Simon’s Town.
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Was das Navy-Städtchen Simon’s Town so besonders macht?

Seine Bewohner machen aus der Not eine Tugend! Sie versuchen nämlich, eine der südafrikanischen Touri-Attraktionen schlechthin mit Gelassenheit zu (er)tragen. Wovon die Rede ist? Von den Brillenpinguinen, die dort am Strand brüten. Laut der Welt sollen sie eine echte Plage sein. Vermehren sich wie die Karnickel, geben Brunftschreie wie gerade geschlachtete Esel von sich und stinken wie ein ganzer Schweinestall. Es scheint also so, als würde eine Kolonie Brillenpinguine einen ganzen Bauernhof ersetzen. Klar, dass ich mir da selbst ein Bild machen wollte!
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Wie kam Südafrika zu den Pinguinen?

Anfang der 1980er Jahre wurde das erste Pärchen der Brillenpinguine – auch Jackass Pinguine genannt – am Boulder’s Beach entdeckt. Inzwischen sind es über 2.000 Pinguine, die in diesem Schutzgebiet des Table Mountain National Parks leben. Sie zählen übrigens seit 2010 wie vor zu den gefährdeten Spezies unseres Planeten und stehen unter strengstem Naturschutz. Weltweit gibt es nämlich nur noch ungefähr 20.000 Brutpaare. In Südafrika gibt es übrigens noch zwei weitere Kolonien von Brillenpinguinen: In Betty’s Bay und Lambert’s Bay.

Kurz nach neun ist am Boulders Beach aber alles noch friedlich und von krassem Remmi Demmi nichts zu hören. Oder die kleinen Kerlchen sind so früh am Morgen einfach noch nicht so besonders sexuell drauf. So oder so – meine Hormone reagieren auf den Anblick lauter süßer, kleiner, flauschiger, lebendiger und freilebender Pinguine mit hysterischem Quietschen!

Insgesamt umfasst der Boulder’s Beach sogar drei Buchten, in denen die Pinguine leben und ein Gebiet, in dem sie brüten. Es gibt Nester und Kuhle und halbzerschnittene Plastiktonnen, die in die Erde eingelassen wurden und in denen die Pinguinpärchen leben und ihre Jungen ausbrüten.

Das Timing ist perfekt. Ich hab den sonst Touri-überfüllten Strand für mich – abgesehen natürlich von den Pinguinen und einem Filmteam, das verzweifelt versucht, die goldigen Gestalten möglichst fotogen aufs Bild zu bannen.

Eine Aussichtsplattform am Strand, die über hölzerne Stege zu erreichen ist und eine kleine Strandwanderung später bin ich endlich ganz nah dran an den Pinguinen. Meine Hose hat zwar Algenflecken von einem Sturz und vom runter rutschen von glitschigen Felsen, aber das macht nichts. Dafür hab ich das coolste Fotomotiv überhaupt direkt vor der Linse. Die kleinen schwarzweißen Süßen sind ganz und gar unbeeindruckt von diesem Menschen, der da vor ihnen herumrobbt und versucht, sie auf Bild zu bannen.

Und muss feststellen: Die schreien wirklich wie halbtote Esel. Und die stinken auch wie halbtote Esel. Aber sie sind einfach unglaublich goldig.

Und deswegen bin ich defininitiv für Pinguine!


Boulders Beach findet ihr ganz einfach, wenn ihr aus Kapstadt raus fahrt, in Richtung Muizenberg und durch Muizenberg und Kalk Bay hindurch. Dann geht es weiter Richtung Simon’s Town. Ihr fahrt durch den gesamten Ort durch und folgt dann den Wegweisern zum Boulder’s Beach.

Boulders Beach ist von 08.00 – 16.00 geöffnet, im Sommer etwas länger, bis 18.00 oder 18.30 Uhr. Der Eintritt kostet 90 ZAR.

Ihr könnt noch mehr Informationen zum Boulders Beach auf der Seite der South African National Parks hier finden.


Kathi Daniela

Kathi Daniela

Kathi ist Freelance Journalistin und Content Writerin, Travel Bloggerin. Sie hat ein Jahr als Expat in Südafrika gelebt - inzwischen wohnt sie in Prag und Nürnberg
Kathi Daniela


2 thoughts on “[Travel] Cape Town – Pinguin(plage) am Boulders Beach”

  • Hahaha, Absatz 2 fand ich sehr belustigend! Ja krass hey das ist sicher sau abgefahren sowas mal live zu sehen! Voll cool! Ich liebe Tiere und für mich wär das echt das Paradies! Einfach so sau goldig solche Pinguine! Aber gut, wenn man sich das Tag und Nacht anhören muss, dann ist das halt schon voll lästig. Da kann man echt froh sein, dass das da geduldet wird!

  • Ja, ich bin ja auch so ein Tier-Fan und ich fand das wirklich unglaublich, wie wenig scheu die auch sind. Man hat zwar immer ein bisschen das Gefühl, man stört die vielleicht beim Brüten oder so, aber ich konnte da wirklich bis auf wenige Meter ran und bin ein bisschen über Stock und Stein gerobbt, um wirklich gute Fotos hin zu kriegen 😀

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