Fernweh-Filme 2.0

Fernweh-Filme 2.0

Draußen wird’s knackig kalt, beim Aufstehen ist es schon stockfinster und die vergilbte Pappauslage maledivischer Palmen in dem wenig vertrauenserweckenden Reisebüro, an dem ich jeden Morgen zur Arbeit mit schockgefrosteter Nase vorbei radle, erscheint mir immer verführerischer. 2D und abblätternder Druck hin oder her, ich würde mich gerne unter ihren Stamm legen und mir die Sonne aus der Neonröhre ins Gesicht scheinen lassen. Da das direkt im Schaufenster dann aber vielleicht doch irgendwie weder für mich, noch für das Reisebüro noch für die Passanten so eine angenehme Sache wäre, hab ich das Urlaubs-Feeling doch lieber auf die heimische Couch verlegt – da kann ich sogar die Heizung aufdrehen und im Bikini rumlungern, während ich mir 120 Minuten Fernweh reinziehe.

Hier sind sie also: die Fernwehfilme von diesem Herbst
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Midnight in Paris

Owen Wilson als Gil macht mit seiner Verlobten Urlaub in Paris. Der absolute Urlaubs-Killer erwischt die beiden: Er begeistert sich für die Kunst, Schriftstellerei und Paris – sie will davon eigentlich nix wissen. Nicht die besten Voraussetzungen für romantische Stunden… Eines Nachts um Punkt Mitternacht geschieht etwas Magisches: Gil, der alleine durch die Straßen wandert, wird von einer Limousine eingesamment und direkt in die Roaring Twenties kutschiert…(amazon)

Warum ich’s mag: Paris. Paris. Paris. Nach diesem Film möchte man unbedingt hin und die gleiche Magie erleben

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Hector’s Reise oder die Suche nach dem Glück

Der Londoner Psychiater Hector (Simon Pegg) ist vielleicht ein bisschen exzentrisch, aber im Grunde einfach liebenswert. Nur ein Problem wird er nicht los, dabei gibt er sich wirklich die größte Mühe: Seine Patienten werden einfach nicht glücklich. Eines Tages, beschließt er, London, seine Praxis und seinen Alltag hinter sich zu lassen, um sich nur noch dieser einen Frage zu widmen: Gibt es das wahre Glück?  So begibt er sich schließlich auf eine weite, gefährliche, aber vor allem auch sehr lustige und emotionale Reise um den ganzen Erdball. (amazon)

Warum ich’s mag: Glücklich wollen wir doch alle gerne werden, oder? Nach diesem Film hat man das Gefühl, es ist vielleicht gar nicht so schwer (und man sollte vielleicht nach Afrika reisen, dafür)

 

The Darjeeling Limited

Francis und seine jüngeren Brüder Peter und Jack haben seit einem Jahr kein Wort mehr miteinander gewechselt. Um wieder zueinander zu finden, begeben sie sich nach dem Tod ihres Vaters gemeinsam auf eine Zugreise durch Indien, auf der Suche nach ihrer Mutter. Was als spirituelle Entdeckungsreise geplant ist, entwickelt sich alsbald zum chaotischen Trip, und die drei Brüder finden sich mit elf Koffern, einem Drucker und einer Laminiermaschine gestrandet inmitten der Wüste. (amazon)

Warum ich’s mag: Wer davor Zugreisen nichts abgewinnen konnte, der ändert spätestens jetzt seine Meinung – und ruft direkt seine Geschwister an, um sie zu fragen, ob sie nicht mitkommen möchten

 

Beste Chance

Während der Schulzeit waren sie beste Freundinnen. Fünf Jahre nach dem Abi haben Kathi und Jo ihr Heimatdorf längst hinter sich gelassen. Während die eine in München studiert, sucht die andere in einem indischen Ashram nach Erkenntnis. Da zwingt eine besorgniserregende Nachricht von Jo auf dem Anrufbeantworter Kathi zum Handeln. Die bricht sofort nach Indien auf, um ihre Freundin zu suchen. Doch Jo ist mittlerweile längst wieder zurück in ihrer Heimatgemeinde, wo sie wieder einmal alles durcheinanderbringt. (amazon)

Warum ich’s mag: Ich liebe Rosenmüllers Filme schon immer. Und nach diesem weiß man nicht genau: Will ich Urlaub in Bayern machen oder doch lieber nach Indien?

 

The Secret Life of Walter Mitty

Walter Mitty ist unsichtbar. Zumindest für viele seiner Kollegen beim Life Magazine, für die heimlich verehrte Cheryl und ganz besonders für den ihn ständig demütigenden Untergangsstrategen, der die Umwandlung von Life in ein Online-Angebot leitet. Doch als das mysteriöse Foto von Starfotograf Sean O’Connell, das für das Cover der Finalausgabe vorgesehen ist, unauffindbar bleibt, begibt sich der ewige Träumer Mitty auf die abenteuerliche Suche nach O’Connell, die ihn um die halbe Welt, aber auch immer näher zu Cheryl führt. (amazon)

Warum ich’s mag: Die Geschichte, wie jemand durchs Reisen zu Selbstbewusstsein findet, die Welt für sich entdeckt und sich fürs Abenteuer öffnet ist berührend – und kommt mir irgendwie bekannt vor 😉

 

Jetzt zu euch:
Was sind eure liebsten Fernweh-Filme?

 

Bildquellen: EntertainmentWallpaper.com via keithandthemovies, hectorsreise.de, fanpop.com, Presse Augsburg, byretheatre.com

Kathi Daniela

Kathi Daniela

Kathi ist Freelance Journalistin und Content Writerin, Travel Bloggerin. Sie hat ein Jahr als Expat in Südafrika gelebt - inzwischen wohnt sie in Prag und Nürnberg
Kathi Daniela


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