Das Wort zum Sonntag — Zum Muttertag wirklich helfen

Das Wort zum Sonntag — Zum Muttertag wirklich helfen

Meine Mama konnte den Muttertag noch nie leiden. Das alles nervt sie, Geschenke will sie sowieso keine. »Ich hab doch schon alles«, sagt sie immer wieder und verweigert die Feierei. Und ja: ich finde auch, dass es schön ist, seiner Mama zu zeigen, dass man sie liebt. Aber doch nicht nur am zweiten Sonntag im Mai. Und es gibt auch Menschen in meinem Bekanntenkreis, für die ist dieser Tag alles andre als ein Grund zum feiern.

Meine Freundin Janine hat keine Mama mehr. Seit sie ein Mädchen ist, wächst sie mit ihrem Bruder und ihrem Papa auf. Der Muttertag wird für sie nie wieder derselbe sein. Und mein Freund Chris hat seine Mutter seit Jahren nicht gesehen. Weil der Flug weit ist und teuer und er alles Geld das er bei seinem nervigen Call-Center-Job verdient in die Studiengebühren für die Uni stecken muss. Und die beiden leben wie wir in einer modernen Welt, es fehlt ihnen an nichts oder zumindest nicht an viel. Es gibt Kinder und Mütter, die noch weniger Grund zum Feiern haben, die an eine Collage mit Muttertagsgeschenken nicht einmal denken, weil sie leiden: unter Armut, Unterdrückung oder mangelnder Bildung.
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Noch immer machen laut der Welthungerhilfe Frauen 70 Prozent der in Armut lebenden Menschen in Entwicklungsländern aus.

Sie haben keinen eigenen Besitz, keine Anbauflächen und nicht die entsprechende Bildung, um ein Leben unabhängig von ihren Männern zu führen. Nur sechs von zehn Mädchen besuchen eine Grundschule – danach ist mit der Schulbildung meist sowieso Schluss, und zwei Drittel der Erwachsenen weltweit, die nicht lesen und schreiben können, sind Frauen. Zahlen, die uns sagen: Viele Mütter haben diesen Sonntag keinen Grund zu feiern!

Warum also nicht die Euros für ein Parfum, Pralinen oder einen Blumenstrauß einmal anders investieren? Zum Beispiel bei OxfamUnverpackt in eine Stimme für Frauen in Peru, Alphabetisierung von Frauen in Pakistan oder Schulgebühren für Mädchen in Benin. Wer seiner Mutter also etwas nachhaltiges schenken möchte, der kann ein bisschen dazu beitragen, dass die Welt für andere Mütter ein klein wenig besser wird. Nicht nur für die eigene.

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Fotos: OxfamUnverpackt

Kathi Daniela

Kathi Daniela

Kathi ist Freelance Journalistin und Content Writerin, Travel Bloggerin. Sie hat ein Jahr als Expat in Südafrika gelebt - inzwischen wohnt sie in Prag und Nürnberg
Kathi Daniela


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