[Moving Abroad] 5 Fragen an 5 Auswanderer: Paul in Chile

[Moving Abroad] 5 Fragen an 5 Auswanderer: Paul in Chile

Und Runde zwei meiner 5 Fragen an 5 Auswanderer. Von Down Under, wo Dave von 2travelrs ein paar Jahre verbracht hat, geht’s direkt auf den amerikanischen Kontinent. Genauer gesagt nach Südamerika und noch genauer nach Chile, wo Paul zwei Auslandssemester verbracht hat. Bei mir plaudert er aus dem Nähkästchen, auf seinem Blog adventure luap gibt er Tipps zum Reisen in Südamerika und erzählt von seinen Backpacking Abenteuern.


Hey Paul, stell dich doch meinen Lesern mal kurz vor.

Ich habe ein Jahr in Chile studiert und insgesamt vier Monate in Peru gelebt. Auf meinem noch sehr jungen Blog Adventureluap für Abenteurer und Backpacker schreibe ich ausführlich über Reiseziele in Peru, Bolivien und Chile. Ich bin fasziniert von Südamerika und liebe das Reisen auf diesem Kontinent einfach über alles.
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Was hast du am meisten vermisst?

Natürlich habe ich machmal meine Freunde und meine Familie sehr vermisst. An manchen Tagen hätte ich gern den einen oder anderen an meiner Seite gehabt, um persönlich miteinander zu sprechen anstatt sich nur über Facebook und Skype auszutauschen.
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Was hast du gelernt?

Als erstes habe ich natürlich die Sprache gelernt und zahlreiche Chilenismen. In Chile sind sehr viele Wörter im Umlauf, welche sonst nirgendwo so gesprochen werden. Nach einen Jahr kann ich fließend Spanisch sprechen, das eröffnet mir nun zuvor ungeahnte Möglichkeiten.

Ich studiere Geologie, das wohl spannendste Fach überhaupt. In Chile habe ich die Geologie nochmal aus einer anderen Sicht kennen gelernt. Ich habe an den spannendsten Exkursionen teilgenommen, wir sind zum Beispiel für fast zwei Wochen in die Atacamawüste gefahren und haben dort ein 180 km² großes Gebiet kartiert. Es war ein purer Genuss, vor allem die Landschaften sind mir lebhaft in Erinnerung geblieben und werden es auch immer bleiben.

Exkursion in der Atacamawüste

Was hättest du gerne vorher gewusst?

Ich hätte gern vorher gewusst, dass es in Chile mehrere Wochen dauert, von Concepción bis zum wunderschönen Nationalpark Torres del Paine zu trampen. Das habe ich im Vorfeld total unterschätzt. Vor allem habe ich auch nicht gewusst, dass im Süden von Chile die Busfahrten so extrem teuer sind.

Ich war vollkommen blank und so bliebt mir auch gar nichts anderes mehr übrig, als durch halb Argentinien zu trampen. Bei dieser Gelegenheit habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und dabei viele wunderbare Menschen kennen gelernt.
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Wie hast du Locals kennen gelernt?

Ich war automatisch immer von Locals umgeben =) Schon nach einer Woche habe ich in einer WG mit 3 Chilenen zusammengewohnt. Die Wohnung war auch super zentral in der Stadt gelegen, es war nie weit zu den angesagten Bars.

Während meiner Zeit in Chile hatte ich bewusst relativ wenig Kontakt zu anderen Deutschen, denn so konnte ich auch die Sprache am besten lernen. Auch an der Uni war ich jeden Tag fast  nur mit Chilenen umgeben. Lediglich im ersten Semester habe ich mit Sonja aus Deutschland einige Kurse gemeinsam gehabt. So habe ich tagein, tagaus fast ausschließlich mit Locals zu tun gehabt.
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Warum würdest du es wieder tun?

Weil ich Erfahrungen sammeln durfte, die mir niemand mehr nehmen kann und die mich reicher machen. Ich habe in diesen einen Jahr so viel gelernt, das kann man gar nicht messen oder beschreiben. Ich bin in ein Land förmlich eingetaucht, ich habe jeden Tag neue Kultur geatmet und gelebt. Ich habe neue Freunde gefunden und auch sonst alles mitgenommen, was ich nur mitnehmen konnte.

Nun kann ich fließend Spanisch sprechen und ich habe mir eine neue Welt erschlossen, eine neue Welt voller Möglichkeiten.

Außerdem hatte ich nach dem ersten Semester fast drei Monate Ferien und so bin ich sehr viel gereist. Dabei habe ich Landschaften gesehen, die vor lauter Schönheit an meinen Verstand zweifeln ließen. Spontan denke ich da an das Valle de la Luna bei San Pedro de Atacama und an den Salar de Uyni in Bolivien.  Wenn ich mich zurückerinnere an diese wunderbare Zeit, dann muss ich immer lächeln und mir schießen tausende Bilder durch den Kopf. Bilder voller Farben und Leben, verknüpft mit wunderbaren Emotionen. Die Zeit in Chile hat mich verändert, ich bin zu einem weltoffeneren Menschen geworden. Wenn es mir mal nicht so gut geht, so muss ich mir nur diese Zeit in Erinnerung rufen und schon kann ich wieder lächeln.

3 - Salar de Uyuni


Schaut doch mal auf adventure luap vorbei, dort berichtet Paul von seinen Backpacking Abenteuern in Südamerika und gibt wertvolle Reisetipps.

Kathi Daniela

Kathi Daniela

Kathi ist Freelance Journalistin und Content Writerin, Travel Bloggerin. Sie hat ein Jahr als Expat in Südafrika gelebt - inzwischen wohnt sie in Prag und Nürnberg
Kathi Daniela


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