Die schönsten Sommerfotos aus Kapstadt

Die schönsten Sommerfotos aus Kapstadt

Katrin von Before We Die hat zur Blogparade aufgerufen. Das Motto: Hallo Sommer!

Und weil in Europa ja gerade der Sommer kommt und er sich bei uns langsam aus dem Staub macht, habe ich die ersten regnerischen Tage damit verbracht, einmal sämtliche Fotos zu sichten. Und ich kann euch sagen: Ein Jahr Kapstadt bedeutet jede Menge Fotos!

Da die dann ja meistens doch auf meiner Festplatte verstauben und einfach nicht alle für den Blog benutzt werden, habe ich mir gedacht, dass die Blogparade eine ganz gute Idee ist. Außerdem kann ich euch so noch mal ein paar Einblicke in das Leben in Kapstadt geben 🙂

Blogparade
Bye bye Winter — Hallo Sommer!
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Sonnenuntergang Südafrika

Sonnenuntergang

Ich muss sagen, dass ich letztes Jahr mit Sonnenuntergängen ganz schön verwöhnt worden bin. Mein Instagram wird jeden Abend geflutet mit Sonnenuntergängen. Und das ist auch kein Wunder. Denn die Sonnenuntergänge hier in Kapstadt sind traumhaft.

Blogger, Naturliebhaber und Cocktailtrinker kommen hier auf ihre Kosten. Sundowner und Nofilter sind die Stichwörter. Nirgendwo schmeckt ein Cocktail so lecker, nirgendwo ist das Licht so weich und so zauberhaft.

Dieses Bild hier hat zudem noch eine ganz, ganz besondere Bedeutung für mich. Denn als ich letztes Jahr in Kapstadt angekommen bin, bin ich – wie ihr vielleicht wisst – ja direkt weiter nach Sedgefield an die Küste gefahren. Nach einer Woche Garden Route sind wir gegen Abend zurückgekommen nach Kapstadt und haben in Somerset West eine kleine Pause an der Tankstelle gemacht.

Dort habe ich diesen Sonnenuntergang fotografiert und am Horizont endlich, endlich den Tafelberg erblickt – und in diesem Moment habe ich glaube ich zum ersten Mal so richtig begriffen, dass Kapstadt jetzt meine neue Heimat ist.

High up in the sky

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich Höhenangst habe? Nein? Dann wird’s aber Zeit! Ich habe schreckliche Höhenangst. Zuletzt habe ich versucht, sie in einer kleinen Seilbahn in Durban zu überwinden, die lediglich 7-10 Meter hoch war. Was soll ich sagen – hat nicht geklappt!

Mit dem Klettern oder Wandern komme ich aber meistens doch ganz gut klar. Vielleicht ist es der feste Stein unter meinen Füßen, der mir da ein bisschen was von der Angst nimmt. Jedenfalls hindert mich die Höhenangst glücklicherweise nicht daran, die Berge rund um Kapstadt zu besteigen.

Dieses Bild ist letztes Jahr im Dezember entstanden. Doch mein spannendstes Lion’s Head Erlebnis hatte ich zusammen mit der Kalifornierin Brenda, die ich erst kennengelernt hatte, mit der es aber sofort geklickt hat. Wir haben zum Sonnenaufgang den Lion’s Head bestiegen. Und ich kann euch verraten: Das war wirklich ein einmaliges Erlebnis!

Mit unseren Handytaschenlampen sind wir im Stockdunkeln gestartet und wurden auf dem Weg nach oben mit diesem zauberhaften Licht belohnt, wenn langsam die Sonne über den Horizont kriecht. Die Dämmerung hat noch einmal einen ganz besonderen Zauber am Morgen.

Die einzigen waren wir aber bei weitem nicht. Der Lion’s Head ist einfach sehr frequentiert, zu jeder Tageszeit.

Getrunken

Ich habe in meinem Leben noch nie so viel Wein getrunken wie hier in Südafrika. (Mama, wenn du das liest: Nein, ich bin kein Alkoholiker, ich liebe einfach Sauvignon Blanc. Sie nennen ihn hier Sauv Blanc, ist das nicht süß?)

Mehr als 800 Weinfarmen in allen Größenordnungen und von fancy bis rustikal soll es hier im Western Cape geben. Wir haben nur einen Bruchteil davon besucht und ich muss sagen: Bis jetzt war ich jedes Mal restlos begeistert. Für nur wenige Euros (meistens so 50-70 Rand, also 4-5 EUR) gibt es schon 4 bis 5 Weine zum Testen. Und die Gläser werden meistens gut gefüllt!

Dieses Foto hier ist übrigens leider nicht so ganz zum Nachmachen geeignet. Wir haben uns einen Sonntagswein am Strand gegönnt, allerdings ist das Trinken in der Öffentlichkeit hier in Südafrika verboten. Ich will hier also lieber niemandem zum Nachmachen animieren, denn Law Enforcement kann ganz schön giftig werden, wenn sie einen erwischen.

Beachlife

Spoiler: Auch in Kapstadt ist nicht alles perfekt. Ja, ganz ehrlich. In dieser Traumstadt gibt es ein paar Dinge, die einfach nicht so ganz rund laufen. Und nein, ich möchte jetzt nicht wieder ins politische Detail gehen, das hier soll ein Sommerpost werden. Und der dreht sich um Sonne und Strand und Baden gehen.

Aber warte… baden gehen läuft hier in Kapstadt nicht. Zumindest nicht für Weicheier wie mich! Selten ist das Wasser wärmer als 12 Grad und das ist für mich definitiv ein Argument um draußen zu bleiben! Dafür sind die Südafrikaner aber Experten im Hardcore-Bräunen. Mit einem guten Lichtschutzfaktor versteht sich!

Der Strand hier ist der berühmteste in Camps Bay. Der „Strip“ mit den Palmen soll an Südeuropa erinnern. Und Camps Bay hat auch ganz ehrlich was vom Monaco Chic. Nicht ganz mein Fall, denn es gibt genauso schicke Restaurants und Bars in der Stadt die trotzdem günstiger und außerdem lokaler sind. Aber die Sonnenuntergänge und der Strand sind trotzdem super!

Gewachsen

Im Frühling blüht das Western Cape! Die Trockenzeit ist vorüber, die Dämme idealerweise gefüllt und der Winter ist vorbei. Von Mitte August bis Mitte September steht der West Coast National Park, der etwa 120 Kilometer von Kapstadt entfernt liegt, in voller Blüte. Jeder Quadratzentimeter ist bunt.

Der Teil des Parks, in dem die Blumen blühen, ist ab Oktober dann für Besucher geschlossen, damit dem Blumen nichts geschehen kann. Selbstverständlich ist auch, nicht in die Blumen zu treten und das Auto nicht zu verlassen. Trotzdem fand ich es etwas schade, auf vier Rädern durch den Nationalpark zu tuckern und von den Rangern sofort wieder ins Auto gescheucht zu werden, wenn wir mal für Fotos aussteigen wollten.

Vitamin Sea

Ich liebe an Kapstadt ganz besonders, dass das Meer niemals weit weg ist. Ich brauche selbst keine 10 Minuten, um mir meine Dosis Vitamin Sea zu holen. Direkt an der Sea Point Promenade. Dort ist es immer ein wenig kühler als in der Innenstadt, frischer Wind und salzige Luft wehen einem um die Nase und pusten alle Sorgen sofort weg.

Dieses Bild hier ist an einem meiner liebsten Strände enstanden, der außerdem auch wirklich ein kleiner Geheimtipp ist. Der Oudekraal Beach befindet sich, ohne große Wegweiser und Aushängeschilder, zwischen Hout Bay und Camps Bay. Er ist wirklich ganz romantisch eingebettet zwischen Felsen, die 12 Apostles im Hintergrund.

Oudekraal ist ein Naturschutzgebiet und kostet deshalb 20 Rand Eintritt. Der Park ist auch nur bis 18.00 Uhr geöffnet, allerdings kann dort gegrillt werden. Es gibt Braai-Plätze, die sich überall versteckt hinter Bäumen und Büschen befinden, sodass man sich auch mit mehreren Leuten fast wie alleine fühlt. Nur einen Rost muss man selbst mitbringen.

Das schönste Sommerfoto

Da konnte ich mich fast nicht entscheiden. Ich habe unglaublich viele Fotos gemacht. Ich habe vor allem den Tafelberg aus allen nur erdenklichen Richtungen und Positionen fotografiert. Frühs, mittags, abends. Von Wolken umhüllt, wenn er sein weißes Tischtusch aufgedeckt hat, grau und düster oder wenn er majestätisch in den Himmel ragt.

Dieses Bild, aufgenommen von der Waterfront aus, ist vielleicht schrecklich Klischee, aber es spiegelt auch irgendwie meinen ganzen Sommer wieder. Mein ganzer Sommer war ein wenig Klischee.

Ich habe eine neue Stadt kennen gelernt, ich habe neue Freunde gefunden, ich habe einen Menschen lieben gelernt. Ich durfte unglaublich viel über mich selbst und über dieses wunderbare und seltsame Land erfahren, in dem ich gerade lebe. Und über all dem stand immer der Gedanke, dass ich tatsächlich einen kleinen Traum leben darf – im Schatten des Tafelberges. Und die Dunkelheit, die dieser Schatten wirft, ist hier garantiert nichts Schlechtes.
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Was sind eure schönsten Sommerfotos?


Noch bis zum 15. Mai könnt ihr an der Blogparade von Before We Die teilnehmen und eure schönsten Sommerbilder teilen. Dabei sind auch schon jede Menge Blogger, so zum Beispiel Marlene von Couchabenteurer (die auch ein Südafrika-Fan ist), Kathrin von Travelgedengl oder Ria von Ria on Tour. Und noch jede Menge andere, die zu Verlinken jetzt einfach zu lange dauern würde. Deswegen: Schaut einfach selbst vorbei 🙂

 

Kathi Daniela

Kathi Daniela

Kathi ist Freelance Journalistin und Content Writerin, Travel Bloggerin. Sie hat ein Jahr als Expat in Südafrika gelebt - inzwischen wohnt sie in Prag und Nürnberg
Kathi Daniela

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