Kapstadt-Kolumne #13 — Was ist eigentlich »White Privilege«?

Kapstadt-Kolumne #13 — Was ist eigentlich »White Privilege«?

Wie lange ich an dieser Kolumne schon schreibe, wie oft ich die Hälfte wieder gelöscht habe, wie oft ich noch mal von vorne angefangen habe – das kann ich gar nicht sagen.

Und trotzdem war mir von Anfang an klar, dass ich sie schreiben werde. Denn manchmal macht mich das, was ich über Südafrika lese, fast schon wütend. Travel Blogger, die einen kurzen, zweiwöchigen Urlaub machen, schreiben von ihren Erfahrungen in den Townships oder mit den Südafrikanern und nehmen diese Erfahrungen zum Anlass, eine Botschafterrolle für unterdrückte Bevölkerungsteile in Südafrika einzunehmen oder Hinweise zum Townshiptourismus und der Sozialstruktur im Land zu geben.

Doch auch nach einem Jahr in Südafrika, in dem ich Freunde in allen Bildungs- und kulturellen Schichten gefunden habe, habe ich die vielschichtige südafrikanische Gesellschaft noch nicht ganz verstanden.

Und ich bezweifle, dass ein Ausländer sie jemals ganz verstehen kann. Jemand, der die Apartheid nicht erlebt hat oder dem die Eltern nicht davon erzählt haben.
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Doch eines weiß ich ganz sicher: Wir Europäer sind zu hart mit den Südafrikanern!

Gerade wir Deutschen sollten uns einmal vor der eigenen Haustür umsehen: Auch 28 Jahre nach der Wiedervereinigung sind die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland noch offensichtlich. Und auch bis heute konnten sie nicht ganz ausgemerzt werden.  Die Kaufkraft im Osten ist geringer, die Anzahl der Schulabgänger ohne Abschluss höher, die Offenheit der Ostdeutschen gilt nach wie vor als geringer – schön zu erkennen an der momentanen Flüchtlingssituation. Und ich möchte mal anmerken: Wir reden hier von Deutschland: Einer Wirtschaftsmacht, einem Erste-Welt-Land mit einer ausgesprochen effektiven politischen Führung und einem Land, in dem das durchschnittliche Jahreseinkommen allein schon 7-mal so hoch ist wie das in Südafrika.
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Und die Abschaffung der Apartheid ist, wohlbemerkt, auch erst 27 Jahre her.

Ich ging schon fast zum Kindergarten, als in Südafrika noch eine staatlich festgelegte und organisierte Rassentrennung existierte. Ich konnte schon laufen und sprechen, als Nelson Mandela der erste schwarze Präsident des Landes wurde und die selbsterklärte Herrschaft der »Weißen« beendet wurde.

All den Menschen, die beklagen, dass die Unterschiede in Südafrika noch so groß sind und das noch immer keine Besserung zu sehen ist, möchte ich sagen: Ihr befindet euch in einem Entwicklungsland, die Politiker sind korrupt und der Bildungs- und Lebensstandard ist ein ganz anderer als im Westen.

Die meisten Urlauber kennen nur Bruchstücke von Südafrika.

Sie kennen Kapstadt, Durban und den Krüger-Nationalpark, doch sie sind noch nie durchs Eastern Cape gefahren. Auf Schotterpisten mit knietiefen Schlaglöchern, an deren Straßenrand tote Hunde liegen und Frauen Ananas und Bananen verkaufen. Durch kleine Dörfer, die kein fließend Wasser und keine Elektrizität haben und in denen die Kinder nicht zur Schule gehen, weil die nächste Schule 20 Kilometer weit entfernt ist und es keinen Bus gibt.

Ich möchte nicht sagen, dass das etwas Positives ist. Ich möchte nur sagen: Zeigt gegenüber den Südafrikanern etwas mehr Verständnis! Auch wir haben unsere deutsche Teilung noch nicht überwunden – als vollentwickeltes Industrieland, das nicht einmal ein Drittel der Größe von Südafrika hat. Doch von einem Land, in dem einer gesamten Generation eine ordentliche Bildung und Ausbildung fehlt, erwartet ihr, das alles wieder im Reinen sein soll?
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Die Generation meiner Eltern, meine Generation wuchs noch mit der Apartheid auf.

Die Schwarzen dieser Generation haben keine Aus- und Weiterbildung erhalten. Wie wollen die bildungsfernen, mittellosen Eltern eines Kindes  für dessen Bildung aufkommen, die in Südafrika mit mehreren tausend Rand pro Semester durchaus ihren Preis hat? Erst langsam setzen sich Stipendien für schwarze Studenten durch, Förderungen werden angeboten. Doch selbst diese können bisher nur von einer schmalen Mittelschicht der schwarzen Bevölkerung wahrgenommen werden. Ein Großteil von ihnen ist immer noch weit davon entfernt, auf Bildung zugreifen zu können – entweder, weil die finanziellen Mittel fehlen oder aber, weil die Bildung schlicht und ergreifend geografisch unerreichbar ist.
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Der Wandel wird sich noch über mehrere Generationen hinziehen, solange bis sich eine schwarze Mittelschicht gebildet hat.

Bis dahin werden die Spätfolgen der Apartheid leider noch bemerkbar bleiben. In der Hautfarbe der Kellner, Tankwarts und Putzfrauen dieses Landes. Wobei ich nebenbei bemerken möchte, dass ich in dem einen Jahr Südafrika nicht nur schwarze, sondern auch einige weiße Kellner gesehen habe.

Und auch, wenn es auf den ersten Blick einfach erscheint, die Gesellschaft in Südafrika im wahrsten Sinne des Wortes in schwarz und weiß aufzuteilen, so trägt dies der Realität keine Rechnung. Es ist auch nicht einfach möglich, die Weißen als Rassisten zu beschimpfen und über den »White privilege« zu wettern. Denn es gibt durchaus auch Schwarze, die es geschafft haben. Die gute Jobs haben, die studiert haben – und die Opfer des Neids aus den eigenen Reihen sind.

Township Südafrika

Denn Townships werden nicht verschwinden!

Vielen Menschen fehlen finanzielle Mittel, um sie zu verlassen. Und viele Menschen bleiben einfach. Vielleicht manchmal sogar ein wenig freiwillig, weil die gesamte Familie und die Freunde dort unterkommen. Ich könnte hier nun auch noch eine Diskussion über Township-Tourismus starten, doch ich finde, Inka von blickgewinkelt hat dazu schon alles gesagt. Versteht ihr nun etwas besser, warum es schlichtweg nicht möglich ist, schon im Regenbogenland angekommen zu sein? Warum es einfach Zeit braucht, bis Südafrika sich erholt hat? Ich lebe in einem Land, das durchzogen ist von Kontrasten und Widersprüchen.
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Einen Schwarzen mit einem weißen Job, den nennen andere Schwarze »Kokosnuss«.

Der sieht vielleicht herab auf die Menschen, die in einem Township leben. Der verspürt nur Dankbarkeit, diesem Leben entronnen zu sein – und den Neid der Menschen, die es nicht schaffen konnten. Das soziale System in Südafrika ist zu komplex, um es zu durchschauen. Auf den ersten, zweiten oder dritten Blick. Der Rassismus existiert nicht nur von weiß nach schwarz oder umgekehrt. Er existitiert auch zwischen den Volksgruppen, er schließt die Coloreds und Inder nicht aus.
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Und trotz all dieser Widrigkeiten… gelingt das Konzept der Regenbogennation den Südafrikanern gar nicht so übel.

Denn dafür, dass Südafrika ein Land mit 11 Landessprachen und etwa genauso vielen Religionen ist, ist es überraschend friedlich! Die Südafrikaner demonstrieren – friedlich überwiegend. Ja, es gibt von Armut motivierte Übergriffe und Überfälle. Die enstehen aus Neid, aus Armut, aus der Situation heraus. Sie sind nicht der Regelfall. Mit einer Mordrate von 31 zu 100.000 zählt Südafrika zu einem der gefährlichsten Ländern der Welt. Doch diese Verbrechen sind Drogen- und Gangbasiert. Es ist nichts was in Kapstadt auf offener Straße geschieht. Ja, es gibt Gewalt in Südafrika – etwas anderes zu behaupten, wäre eine dreiste Lüge.

Regenbogennation Südafrika

Doch es gibt keinen Bürgerkrieg.

Ganz anders als in vielen anderen afrikanischen Ländern. Der Kongo, Nigeria und Somalia sind dabei nur ein paar ganz wenige Beispiele. Der kleinste Teil dieses großen Kontinents ist friedlich. Ganz anders auch als während vieler Kriege in Europa. Ich denke an den Bosnienkrieg, in dem wegen religiöser Unstimmigkeiten ein Völkermord begangen wurde. Oder ganz anders als Indien und Pakistan, die sich ebenfalls aufgrund unterschiedlicher Regionen bekriegen.

Und hier in Kapstadt, da lebe ich direkt neben einer Moschee, während meine Kollegen Sonntag in die Kirche gehen und meine Freunde vielleicht mit ihrer Familie nach alten Stammesriten eine Ziege schlachten. Menschen kümmern sich nicht darum, ob jemand den gleichen Glauben hat und die gleiche Religion. Religion ist kein Spaltungsgrund in Südafrika. Das haben die meisten Bewohner Süddafrikas schon verinnerlicht.
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Die Menschen hier in Südafrika ko-existieren in meinen Augen schon auf bemerkenswert hohem Niveau.

Obwohl sich viel Hass, Neid und Abneigung muss sich während den Jahren der Apartheid aufgestaut haben und rund 80 Prozent der Bevölkerung leiden noch immer unter den Spätfolgen. Und natürlich wird man überall auf Rassismus stoßen, von allen Seiten. Grenzen müssen noch überwunden werden und das kann ebenfalls noch Jahre dauern. Doch es ist friedlich in Südafrika und auch wenn eine Ko-Existenz noch kein wirklich gemeinsames Leben ist, so ist sie zumindest ein guter Weg dahin.
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10 Prozent der Bevölkerung besitzen rund 95 Prozent der Vermögenswerte.

Das kann schlichtweg als ungerecht angesehen werden. Das ist es auch. Das sagt aber auch, dass nur 10 Prozent der Bevölkerung, oder ein wenig mehr davon, gierige Wirtschaftsmogule sind, die in die eigenen Taschen wirtschaften. Der Rest der Bevölkerung ist vielleicht bereit zusammenzustehen. Sich gemeinsam weiterentwickeln, die Vergangenheit überwinden und eine gemeinsame Zukunft aufbauen – und kämpft dafür. Das kann man in zwei Wochen Ferienaufenthalt nicht erkennen. Das muss man über einen längeren Zeitraum erleben. Und hoffen, dass das Land seine Differenzen überwinden kann, anstatt den Kampf für verloren zu erklären.
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Denn Südafrika ist ein wundervolles Land voll wunderbarer Menschen. Doch es hat noch viel Arbeit vor sich.


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Ich möchte mich bei all meinen Freunden hier in Kapstadt bedanken, die mit mir rege über die Thematik disktuiert haben und die in vielen Dingen der gleichen Meinung waren wie ich. Einige von ihnen wohnen in »Gang Areas« ein paar in Aufsteiger-Vierteln, doch sie alles spiegeln das wider, was ich an Südafrika so liebe: Vielfalt und Einheit in Einem.

Ich weiß, dass die Situation in Südafrika von vielen Menschen bestimmt anders verstanden wird und ich möchte niemanden dafür verurteilen, die Sache anders zu sehen als ich. Garantiert möchte ich mit meinen Meinungen hier niemanden verletzen.

Die Terminologie »Weiß« und »Schwarz« habe ich auch vor allem der Einfachheit halber verwendet – und weil es hier in Südafrika noch Gang und Gebe ist, diese Begriffe zu benutzen.

Hinterlasst mir gerne euren Kommentar wenn ihr etwas zu dem Thema zu sagen habt, ich freue mich darauf!

Kathi Daniela

Kathi Daniela

Kathi ist Journalistin, arbeitet aber momentan im Projektmanagement und bloggt hier über ihre Auswanderer-Erlebnisse in Südafrika. Bevorzugt hält sie sich irgendwo in direkter Nähe zum Meer auf.
Kathi Daniela


12 thoughts on “Kapstadt-Kolumne #13 — Was ist eigentlich »White Privilege«?”

  • Vielen lieben Dank für diesen tollen Artikel! Mir ist es immer wieder ein Rätsel, wie sich Menschen nach 2 Wochen Urlaub bereits ein Bild von einem ganzen Land machen wollen. Ein krasses Beispiel welches ich letztens erlebt habe, da hat mir jemand geschrieben, Afrika sei nichts für die Person, ein Tag in Tunesien hätte ihr schon gereicht um zu erkennen, dass es ihr nicht gefällt…

    Zum Glück denken nicht alle so und es gibt auch viele, die sehr reflektiert sind. Dieses Jahr fliege ich zum dritten Mal nach Südafrika und freue mich sehr, dieses Mal auch 2 1/2 Monate bleiben zu dürfen. Je mehr ich über das Land lese, desto komplexer erscheint es mir. Kennst du zufällig das Buch, Südafrika mit 21? Hier kommt die Generation der „frei Geborenen“ zu Wort und erzählt über ihre Alltagssorgen. Sehr interessant!

    Liebe Grüße,
    Lynn

    • Haha das ist ja echt mal ein Meisterstück der Ignoranz, nach einem Tag in Tunesien einen ganzen Kontinent abzustempeln! Ich weiß gar nicht, wie ich da reagiert hätte. Was hast du denn demjenigen erwidert? 😀

      Danke für den Buchtipp auch, das klingt super spannend. Ich habe viel von und über Südafrika gelesen, aber das Buch kannte ich noch nicht. Ich werde es auf jeden Fall lesen 🙂

      Und: Ich wünsch dir natürlich ganz viel Spaß bei deinem nächsten Südafrika-Aufenthalt!

      Liebe Grüße,
      Kathi

      • Ich habe versucht zu erklären, dass Afrika ein ganzer Kontinent ist und man zB schlecht Norwegen mit Griechenland vergleichen kann. Das Argument zog aber nicht… 😀

        Liebe Grüße,
        Lynn

      • Eigentlicht wollte ich hier natürlich mit einem eigenen Kommentar unabhängig anfangen, aber Eure Diskussion hier erinnert mich so sehr an die letzten Erfahrungen die ich auch so mit Leuten online gemacht habe. Kann Dir wie schon auf Kapstadt-Tipps zum Auswandern einfach nur zustimmen. Wie gesagt bist du auch innerhalb von 2 Tagen die 2 Person die ich treffe die mit solchen Vorurteilen Gott Sei Dank aufräumen will. Insgesamt war ich bereits ein halbes Jahr in Südafrika, zum Großteil als Volontär in Naturreservaten wo ich auch mit Südafrikanern gearbeitet habe, wodurch ich also schon mehr als nur als von der Touristensicht reden kann. Auch mich kotzt es wahnsinnig an wenn ich so manche Kommentare im Internet lese. Genau wie auch von dir erwähnt in „Afrika wird sich nie was ändern“ habe ich das genauso wie du zu hören bekommen. Worin ich schon einmal diesen Leuten widersprechen möchte ich, dass ich die Ansicht nicht teile dass in Südafrika keine Besserung in Aussicht ist. Auch wenn noch ein langer Weg vorliegt, es gibt bereits Besserung und das habe ich eben selbst schon gesehen, eben das Schwarz und Weiß in vielen Bereichen vernünftig koexistieren etc. Und zum Anderen kommen solche Kommentare meist auch von Leuten die nur ihr gehörtes sagen weitergeben. Gott Sei Dank stelle ich fest, dass es dafür unzählige Leute gibt die auch das positive an Afrika sehen und Südafrika zb zu den Ländern in Afrika gehört das gesunden Tourismus hat. Kommentare die ich von einigen Menschen gelesen habe kann ich mir nur denken die sind nie selbst in Afrika gewesen. Bei so Aussagen, die Lynn von einer Dame zu hören bekommen hat stellt es mir echt die haare auf. Dergleichen habe ich auch mal eine Bewertung von jemandem gelesen der/die Südafrika als gefährlich einschätzt selbst aber noch nicht dort war und sich über die Kritik darbüer aufregte und kühn meinte er/ sie könne dies beurteilen dart/ sie jedoch schon in fast allen anderen Ländern der Welt war(obwohl nicht in Südafrika). Ist das Gleiche wie wenn ich glaubte ich könnte weil ich schon in verschiedenen Sparten von Jobs gearbeitet habe über eine urteilen in der ich noch nicht waren, bloß weil ich schon in vielen sparten erfahrung habe, kopf schütteln. Das nächste Thema ist auch sehr bedeutend mit den Mordraten und das es Fakt ist dass sich davon das meiste in Südafrika in den Townships und zwischen den Gangs abspielt. Kann auch nur sagen, dass ich schon in Durban und Kapstadt schon nachts in den Städten unterwegs war und ich keineswegs empfunden habe dass es extrem unsicher sei. Das Statistiken nicht wirklich auskunft über die Sicherheit und die Wahrscheinlichkeit von Betroffenheit von Kriminalität geben ist ein Punkt den ich auch nur allzugut kenne und das viele LEute genau glauben danach können sie sich richten. Ebenso habe ich auf GuteFrage auch Kommentare über Chicago gelesen, die sich nur an den Statistiken orientiert haben ohne persönliche Erfahrung oder genaue Recherche gemacht zu haben wie diese Verbrechen verbunden sind, mit Aussagen wie in Berlin gibt es pro jahr nur eine zweistellige anzahl von Morden in Chicago über 500 ohne genauso auch wie bei Südafrika zu bedenken oder nachzuforschen, dass dabei das meiste in den Ghettos und wie in SA Gangbasierend ist und nicht gegen den Average Joe. Klar kommt auch in den Normalgegenden in SA oder USA was vor, aber das ist eine sehr geringer prozentsatz und ein gewisses Restrisiko bleibt immer im Leben. Das mit dem Rassismus kann ich nur bestätigen, dass der überall auf der Welt ist. Aber es ist halt immer leichter die Probleme bei anderen zu erkennen als die eigenen. Auch würde ich nie wagen wenn ich beispielsweise in einem Südamerikanischen Land gewesen wäre über alle Länder dort urteilen zu können wollen. Bei dem Thema nicht so hart zu den Südafrikanern zu sein, wo wir doch mal auf uns selbst schauen sollten das wir auch an der Offenheit für ein Zusammen unterschiedlicher Rassen weitentfernt sind genauso ist es ja auch beim Artenschutz und Wilderei wie wir damit Afrika zu unrecht hart gegenüber sind und verurteilen. Sicher muss es hier auch bald ein Ende geben und natürlich beunruhigt mich die Elefanten und Nashorn Wilderei , da die Tiere dadurch bald aussterben könnten. Nur müssen wir uns hier genauso vor Augen halten, dass wir in Europa, vorallem im deutschsprachigen Raum ebenso mit dem gleichen bsp vorrangengegangen sind bzw immer noch tun was das Zusammenleben zwischen Menschen und Wildtieren betrifft. Zwar gibt es viele Arten die erhalten geblieben sind, aber dennoch haben wir auch viele aus dem Grund von nicht zusammenleben können und gier ausgerottet. Wie Wolf, Luchs, Bär. Und ich sage bewusst auch immer noch da jedes mal wenn Wölfe oder Bären in Deutschland oder Österreich in kleinen Zahlen zurückgebracht werden sollen herrscht das große Aufschreien. Wölfe werden nach wie vor sofort wieder ausgerottet nachdem sie erst kutz wieder angesiedelt worden sind. Habe erst vor kurzem einen Bericht gesehen wie die Menschen in Deutschland über die Rückkehr des Wolfes denken, mit welchem Hass und Vorurteilen oft gekommen wird und verlangt wird sie zu erlegen und die Bauern im Endeffekt auch die Unterstützung dafür bekommen(vom Volk und der Regierung). Aber toll denke ich mir da immer wieder, dass wir auf Erdteile wie Afrika, Brasilien, Asien schauen und sagen dort wird sich bezüglich der Wilderei und Ausrottung, Zerstörung von Lebensraum nie was ändern während wir genau mit dem gleichen beispiel weitervorgehen. Aber von Anderen das Gegenteil sehen wollen. Wenn man das natürlich anspricht passt es natürlich keinem und es kommen nur verärgerte Aussagen und Entschuldigungen wie man muss mal schauen in Europa ist dafür der Platz zu klein geworden, dass man solche Tiere hier haben kann. Fakt ist es wird das GLEICHE praktiziert. Und ja es stimmt schon, dass diese Konflikte durch den immer kleinerwerdenden natürlichen lebensraum in Europa entstanden sind, Sache ist in vielen Teilen Afrikas beginnt nun das gleiche Phänomen. Was in Europa schon lange entstand, entseht nun auch langsam in Teilen Afrikas wie zb Kenia( was natürlich schade ist und hoffentlich nicht so weitergeht mit Mensch/Tierkonflikten). In Afrika fängt und er sagen wir hat es erst viel viel später als in Europa angefangen weil der Kontinent viel größer ist. Fakt ist halt, dass wir nicht wollen dass die einzige Lösung im Mensch/Tierkonflikt ist die tiere wie Löwen oder Elefanten zu vergiften wir aber aus den gleichen gründen dies genauso gemacht haben und noch immer tun. Aber schön brav den Finger auf Afrika richten. Gott Sei Dank ist dies aber nicht so im Südlichen Teil von Afrika wo weite Landstriche noch unberührt sind und durch die Privaten Naturreservate die auch im Gegensatz zu den ostafrikanischen gut abgesichert sind und mit der bevölkerung zusammenarbeiten die Anzahl der Wildtiere betröchtlich in die Höhe gestiegen ist. Dass es nur zu hoffen ist, dass dies in anderen Teilen Afrikas auch geschieht ist klar und wäre eine Schande wenn nicht, nur haben wir einfach kein Recht zu urteilen da wir mit selben beispiel auch bei diesem Thema vorangegangen sind. Auch ich bin aus vielen Gründen der Meinung dass der deutschsprachige Raum zu gewissen Themen mal vor der eigenen Tür kehren muss, habe ich auch schon oft in so diskussionen erwähnt. Denn wenn ich mir das alles so mal anschaue kann ich nur feststellen dass Deutschland, Österreich etc eine der größten Heuchler sind wenn über Internationalen Artenschutz oder Rassimus geredet wird. Liebe Grüße Thomas

        • Lieber Thomas,

          deinen Kommentar habe ich tatsächlich erst jetzt geschafft, mal ausführlich zu lesen! 😀

          Ich danke dir auf jeden Fall für deine Meinung dazu und ich finde den Vergleich mit den Tieren sehr, sehr treffend. Ich habe erst letzte Woche einen Artikel darüber gelesen, dass der Wolf in Europa
          direkt wieder abgeschossen wird, kaum, dass er sich neu angesiedelt hat. Du hast recht, dass wir in sehr vielen Bereichen nicht das Recht haben, mit dem Finger auf andere zu zeigen.
          Die meisten Menschen nehmen sich leider keine Zeit, um umfassend zu recherchieren und sich eine objektive Meinung zu bilden.

          Liebe Grüße,
          Kathi

          • Hallo Kathi, verständlich, der war ja auch sehr lange. aber mir ist halt auch sehr viel dazu eingefallen. Ja so ist es leider und wenn du Leute hier darüber ansprichst warum man deshalb nicht auf andere zeigen sollte, kommen nur irgendwelche Ausreden. Auch bin ich nicht von der Idee überzeugt Rhinos nach Australien zu übersiedeln um vor der Wilderei „sicher“ zu sein. Wer glaubt, dass dort nicht gewildert werden würde solange die Asiaten glauben das Horn hat Heilkräfte braucht einen Realitätscheque. Denn solange Geld involviert ist, man sah es ja schon am beispiel eines Zoos in Frankreich, werden solche Tiere getötet werden, egal wo. Und man sieht eh wie Australien mit dem Natur und Artenschutz umgeht, regenwälder werden abgeholzt, jetzt haben sie auch den Weißen Hai zum Abschuss freigegeben. Südafrika ist das ERSTE Land, dass den Weißen Hai unter Schutz gestellt hat. aber ja an manchen Orten der Welt ist ja “ Alles Gut und wird aller super gemacht“ während an anderen ja „alles schlecht ist“ wenn man nur dem Medienbild glaubt. Freue mich schon auf weitere beiträge von dir.

    • Ich kann nur sagen so etwas schlägt einem ja wirklich die Krone ins Gesicht nach einem Tag in nur einem Land will jemand den ganzen Kontinent beurteilen können. Da greift man sich doch wirklich an den Kopf, wenn dann ein Argument mit dem Vergleich von Ländern anderer Erdteile nicht zieht dann kann ich nur sagen bei dieser Person ist wegen deren Kühnheit Hopfen und Malz verloren. und wie will sie überhaupt wissen dass ihr Tunesien nach nur einem Tag nicht gefallen könne? auch ich war schon an ORten wo ich mir die ersten ein, zwei tage dachte das ist nichts für mich, mit der zeit hat es mir aber gutgefallen. Es schmerzt echt so etwas zu lesen. auch ich bin wie gesagt oft solchem Käse entlang gekommen(gott sei dank der grossteil der positives feedback über Afrika gab) aber bei den meisten negativen sage ich nur mir ehrlich ist mir jeder einzelen zuviel weil die Kommentare so unqualifiziert sind. Zum Einen lese ich, dass eine/r auf einem forum schreibt wer sagt in Johannesburg sei es mit der Kriminalität nicht so schlimm verharmlost, er/sie kenne Südafrikaner und die haben alle erzählt was ihnen schon zugestoßen ist und wem in Südafrika bis jetzt nichts passiert ist der habe Glück gehabt. Wieder nur gehörtes weitergegeben. Ja das mag sein , dass es diesen Person passiert ist und niemand bestreitet das Kriminalität in SA extrem hoch ist dennoch aber weiß diese Person nicht ob das geschilderte auch auf sie zutrifft ob es ihr zu gefährlich wäre oder die gleichen erfahrungen machen würde. Ich habe so vieles von Freunden, Leuten die ich getroffen habe über bestimmte Plätze gehört die für mich anders waren als geschildert. LEtzendlich kommt es in der Tat auch auf das Glück an das man hat und so eben die Erfahrung die man macht. Aber glauben diese eingebildeten Leute die so reden, dass über andere und auch ihre lieblingsreiseländer KEINER so denkt und schlechte erfahrung macht? Ebenso habe ich auf einem anderen Artikel, welcher auch hier über FB zugänglich ist ein Dame getroffen die von extremer respektlosigkeit sprach, bezeichnet SA Liebhaber als Reisefuzis die sich mal mit der Gewaltbereitschaft und Durchführung der Schwarzen dort beschäftigen sollten, Schauspieler verlassen deshalb das Land weil es so gewalttätig ist. zum Einen ist mir kein Südafrikanischer Schauspieler bekannt der deshalb das Land verlassen hat. Spricht man von Charlize Theron(die immer noch starke beziehungen zu ihrem Land hat) , Arnold Vosloo etc sind nicht aus diesem Grund aus Südafrika weggegangen sondern wegen dem Engagement in Hollywood. Weiter muss ich auch sagen dass meine Bekanntschaft mit den meisten schwarzen südafrikanern positiv war und nicht von gewalt geprägt. Finde es extrem respektlos andere Menschen wegen Ihre Begeisterung die man selbst nicht teilt als fuzis zu bezeichnen. Das Traurige an diesem Fall ist , da diese Person von Gewaltbereitschaft schwarzer spricht und deshalb Südafrika gegenüber skeptisch ist rate mal welches als eines Ihrer Lieblingsreiseländer zu sehen war?? USA!!! Gerede über Gewaltbereitschaft der Schwarzen Bevölkerung aber USA eines der Lieblingsreiseländer. Als ob es dort keinen Konflikt zwischen Schwarz und Weiß gebe und keine No Go Areas(so wie viele Leute sagen dass man auch eine andere Seite von Südafrika kennenlernen wenn man sich außerhalb der nur immer gezeigten Touristenorte bewegt, lernt man auch in Los Angeles eine andere Seite kennen wenn man sich mal 10 km südlich weg von Hollywood bewegt) und wer das bestreitet der war tatsächlich auch dort nur an orten wie beverly hills, rosebank, hollywood. . und wie kathi schreibt dass wir beim Thema Rassenkonklift von Deutschland, reden wir hier von den USA, dem Industrieland an dem sich die ganze Welt ein beispiel nimmt und solche umstände herrschen jawohl. Meiner Meinung nach sind Südafrika und USA gar nicht so unterschiedlich und ich spreche aus persönlicher Erfahrung denn ich habe auch schon in den USA gelebt. US Großstädte schauen von der Struktur und Architketur ziemlich gleich aus, ebenso die Vororte etc. Gemeinsamkeiten Sozialer und Gesellschaftsgeschichtlicher Probleme gibt es auch eine Menge(Aber ganz ehrlich die USA ist auch punkto Kriminalität bei weitem nicht so schlecht wie durch die Medien dargestellt. ) Es gibt mir einfach nur einen Lacher wenn jemand Gewalt von den Schwarzen und Schwarzen ausgehen bekritelt und deshalb ein Land nicht als Reiseland empfiehlt aber die USA……… wo man eben auch nach wie vor immer HÖRT, dass ein Weißer polizist einen Schwarzen ohne Grund zur Notwehr erschießt. Ja es ist hier auch nur aufschnappen durch die Medien was ein fälschlicherweise glauben lässt dass dies immer in Amerika geschieht, was nicht der Fall ist. Aber man hört eben davon und sieht dass es passiert genauso wie es in Südafrika nicht der Fall ist dass die meisten Schwarzen und gewalttätig gegenüber den meisten Weißen sind. Und wer das aber schon persönlich miterlebt hat, ja auch ich habe die Abneigung von Schwarz gegenüber Weiß und umgekehrt in den USA schon miterlebt, auch schon wenn auch nicht schlimmes passiert am eigenen leib erfahren. Dies war eigentlich der Grund warum ich dann auch auf andere solche kommentare im internet gestoßen weil ich daraufhin einen Ausgleich brauchte und nach positiven bewertungen von SA suchte, denen ich gott sei dank auch entlang gekommen bin, denn dadurch war ich wirklich sauer. Deshalb wünschte ich mir eigentlich ich hätte von dem Kommentar nun von der Dame in Tunesien nichts mehr gehört. Umgekehrt geht es dir mit den Schilderungen meiner Erfahrung genauso. Lach! ich bin nur froh dass mir das von dieser Frau in Tunesien, bei einem tag aufenthalt kann man jemanden ja nicht mal urlauber nennen, nicht persönlich gelesen habe. Ich muss aber wirklcih sagen , wie du schon erwähnst , die weitaus meisten Kommentatoren die über die Erfahrungen in Südafrika sprechen beurteilen Südafrika, wirklich positiv und denken wie wir darüber und würden gerne zurückkehren nur wenn 10% scheisse schreiben und von 1000 100 Müll von sich geben, dann sind die 100 trotzdem extrem anstrengend und sehr viel, eigentlich jeder einzelne wenn die kommentare wirklich total dümmlich und unqualifiziert sind. Bin darum wirklich froh die positiv eingestellten und diese foren hier gefunden zu haben wo mit vorurteilen aufgeräumt. Das Gleicht das Ganze schön aus, jetzt hoffe ich aber das ich demnächst keinen dümmlichen kommentaren dieser Art über den Weg laufe. Liebe Grüße Thomas

  • Seit 1972 verbindet mich das südliche Afrika. Ein Teil meiner Familie lebt dort und ich durfte mit ihnen und vielen Freunden aller Hautfarben miterleben, was bis heute dort geschah. Ich habe alle Jahreszeiten erleben dürfen. Die Europäische Kultur ist seit über 2.000 Jahren entwickelt. Die von Afrika nach europäischer und arabischer Vorstellung seit ca. 500 Jahren. Das sind zeitliche Extreme. Afrika wird sich positiv entwickeln, aber nicht nur nach europäischen Vorgaben, sondern mit sehr viel Einfluß X-tausentjähriger Mentalität der Afrikaner selbst. Leider sind die Ideen seit Madiba’s Einfluß eigennützig mißbraucht worden. Zu viele Intellektuelle verlassen den Kontinent und bilden dadurch ein Entwicklungsvakuum, was zum solzialen Ungehorsam der Bevölkerung führen kann. Mein aktiver Beitrag ist, die Bildung von Familien zu fördern, um die Entwicklung dieses Kontinents positiv zu beeinflussen. Ich bedanke mich für euer Interesse.

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