Welcome to Sarajevo – Ein ganz besonderer Städtetrip

Welcome to Sarajevo – Ein ganz besonderer Städtetrip

Die Sonne geht langsam hinter den olympischen Bergen unter. Und die Altstadt erwacht zum Leben. Bunte Wimpel schmücken die Straßenzüge und aus jeder zweiten Kneipe schallt laute Musik. Die wummernden Bässe und Töne gehen ineinander über, sodass sich schlussendlich gar kein Song aus der Dauerbeschallung mehr ausmachen lässt.

Frauen in Highheels stöckeln vorbei, sie sind so knapp angezogen, dass es mich vom Ansehen schön fröstelt. Die Augustnächte sind schon kühler. Ein Kellner auf einem Motorskateboard bringt uns drei Biere und ein Glas Wein. Er schlängelt sich behände durch die Menschenmengen. »Živjeli«, stoßen wir an. Prost. Über uns ein sternenklarer Himmel, während die Stadt im Herzschlag des Sarajevo Filmfestivals pulsiert. 

Ein Tag später. Wir überqueren eine Brücke über den Miljacka. Die Sonne geht gerade unter, die Stimmung ist entspannt. »Hier gab es die ersten zwei Kriegsopfer«, sagt mein Freund, »es waren einfach zwei junge Studentinnen.« Und wie noch so oft in den kommenden Tagen, weiß ich nicht genau, was ich sagen soll. Stattdessen starre ich ein wenig betreten zu Boden, denn so direkt bin ich noch nie mit dem Krieg konfrontiert worden. 


Wie berichtet man von einer Städtereise, bei der die Geschichte so gegenwärtig ist?

Ich habe lange überlegt. Rote Rosen – Einschlagstellen von Granaten, die mit roter Farbe aufgegossen wurden – zeigen auf den Gehwegen, wo im Krieg Menschen ums Leben kamen. Und direkt nebenan hat ein neues Sisha-Café eröffnet.

Sarajevo ist nicht Krieg und Zerstörung und Meldungen aus den Nachrichten, die ich nicht kenne, weil ich damals zu jung war. Und gleichzeitig sind die jungen Menschen meiner Generation, die ich getroffen habe, oft genug Zeugen der Belagerung ihrer Heimatstadt geworden. Manche aus dem Ausland, mache direkt vor Ort. Wenn ich von Sarajevo berichte, wenn ich Fotos mache, dann fühle ich mich oft ein wenig peinlich berührt. Will kein Kriegtourist sein. Und bin gleichzeitig doch nur fasziniert von dieser außergewöhnlichen Mischung aus Ost und West.

Sarajevo ist modern und traditionell gleichzeitig. Und vor allem eines: Völlig sicher! 

Und nur falls sich jemand das fragen sollte: Der Krieg ist definitiv vorbei und die Menschen der Stadt halten nicht daran fest. Sie sind nicht verbittert geworden, sondern gerade auch Touristen über unglaublich herzlich. Und ich finde, die Stadt hat viel mehr Touristen verdient, als die knappe Million, die es im Augenblick pro Jahr gibt!

Denn seid mal ehrlich: Wann habt ihr beim Wandern das letzte Mal Wasser direkt aus einem Waldfluss getrunken? Wann habt ihr zuletzt eine katholische und orthodoxe Kirche, eine Moschee und eine alte Synagoge am gleichen Tag besucht? Wann habt ihr euch zum Ruf des Muezzins ein Bier bestellt? Und wann habt ihr euch das letzte Mal die Finger nach fettigem, köstlichem Essen genüsslich abgeleckt?

All das geht in Bosnien und Herzegovina und auch direkt um Sarajevo herum! Außerdem kann das kleine Land mit einer Arbeitslosenquote von beinahe 40 Prozent und einem Durchschnittslohn von knapp 400 Euro wirklich jeden Touristen gebrauchen. Also nichts wie auf nach Bosnien!


Städtereise_Sarajevo_Bascarsija


9 weitere Gründe für eine Städtereise nach Sarajevo

Doch passt gut auf – ihr könntet danach das dringende Bedürfnis versstpüren, direkt einen Flug zu buchen. Und Psst: Mit Wizzair kann man jetzt direkt nach Bosnien fliegen!

1. Die Altstadt

Wir beginnen unsere Städtreise in der Baščaršija. Die unaussprechliche Altstadt von Sarajevo ist das Herz der Stadt. Ein bisschen Geschichte vorab: Gegründet wurde das Handelszentrum Baščaršija vermutlich schon im 14. Jahrhundert von einem türkischen Bey. Zu Ende des 17. Jahrhunderts bestand die Altstadt Sarajevos aus 46 einzelnen Basaren, alle benannt nach den Gilden, zu denen sie gehörten.

Mit der Machtübernahme von Österreich-Ungarn endete die Blütezeit der Basare, ein Großteil der Stadt viel dem Feuer zum Opfer, die Einkaufsstraße Ferhadija entstand. Erst 1984, zu den olympischen Winterspielen, wurde der geschichtsträchtigen Altstadt neues Leben eingehaucht.

Und jetzt?

Vereint die Alstadt Sarajevos einen einzigartigen Flair, den ich sonst noch nirgendwo gesehen habe. Verschleierte Frauen neben jungen Mädchen in Miniröcken, traditionelle Kuperschläger neben den üblichen Souvenirverkäufern und Coffee-To-Go neben einem Café, das traditionellen bosnischen Kaffee und Tee serviert. Die Cafés sind voll, Mahala heißt es, wenn die Menschen sich hier über den Neuesten Klatsch und Tratsch austauschen.

Ich konnte mich nicht sattsehen an der ottomanischen Architektur und habe mich gleichzeitig so heimisch-europäisch und so fremd in einem exotischen Land gefühlt. Und ich mag das Gefühl, mich nicht völlig verloren zu fühlen und trotzdem etwas ganz Neues zu erleben.

Und natürlich gibt es in der Baščaršija auch einige der interessantesten Sehenswürdigkeiten in Sarajevo zu finden: Die orthodoxe Kirche der heiligen Erzengel Michael und Gabriel, die Gazi Husrev Bey Moschee,  die katholische Herz-Jesu-Kathedrale, der älteste überdachte Basar, Bruza Bezistan oder Il Kal Grandi, der alte jüdische Tempel. Und schon allein diese Aufzählung zeigt ja irgendwie: Diese Stadt ist wie keine Andere!


 


Bosnisch 1×1

Hallo
Zdravo

Auf Wiedersehen 
Doviđjena

Danke
Hvala

Bitte
Molim

Gern geschehen
Nema na čemu

       Die Rechnung,bitte       
Račun, molim

 

 

Städtereise_Sarajevo_Bascarsija


2. Das Essen

Okay, Vegetarier müssen jetzt ganz stark sein: Die bosnische Küche ist fleischlastig. Hackfleisch in Teigrollen, Hackfleisch in Sauerkraut, Hackfleischwürstchen, Lamm am Spieß – all das sind Spezialitäten der bosnischen Küche. Aber ich will niemandem Angst machen – natürlich gibt es auch reichlich Gemüse und Käse.

Wäre ja nur irgendwie schade, auf all diese Leckereien zu verzichten. Vor allem, da es in Bosnien fast ausschließlich Bio zu kaufen gibt. Nicht, weil das Land so fortschrittlich wäre, sondern weil für Düngen und Massentierhaltung schlichtweg das Geld fehlt.

Hier meine liebsten bosnischen Leckereien:

Pita und Burek

Ich habe mich in Pita verliebt! Sie haben in Bosnien nicht viel gemeinsam mit der türkischen Pita, die man bei uns kaufen kann und sind einfach unfassbar lecker.

Es gibt Pita mit Fleisch (Burek), mit Käse (Sirnica), Spinat (Seljanica) und Kartoffeln (Krompiruša).

Am besten esst ihr sie frisch und trinkt einen Joghurt dazu. Das ist in Bosnien sehr üblich. 

Čevapi

Die gegrillten Hackfleisch-röllchen gelten eigentlich schon als bosnisches Nationalgericht. Jede Familie hat ihren eigenen Metzger oder ihr eigenes Rezept für Čevapčiči.

Serviert werden normaler-weise fünf, 10 oder 15 Čevapi im fluffigsten, leckersten Fladen-brot, das ich jemals gegessen habe, Somun, und mit Kajmak, das ist eine Art Schichtsahne.

Bosnischer Kaffee

Bosnischer Kaffee wird auf eine ganz besondere Art und Weise hergestellt. Er wird auf dem Herd aufgekocht bis sich ein Schaum bildet und dann in Espresso-Tassen serviert. Dazu gibt es Zucker und eine Süßigkeit.

Noch viel besser als der Kaffee selbst sind aber all die kleinen süßen Cafés mit Hinterhöfen, Brunnen oder gemütlichen Sitzecken, die sich überall in der Altstadt finden lassen.

Tufahije

Ich bin leider kein Fan von Walnüssen, habe mir aber sagen lassen, dass dieses Dessert ein typisch bosnisches Must-Try ist.

Tufahije sind mit Walnüssen gefüllte Äpfel, die mit Sirup, Milch und Sahne serviert werden.

Bosnische Desserts sind allgemein sehr süß, mit Sirup und Zucker zubereitet.


Sarajevo-Essen-und-Trinken


3. Die Nationalbibliothek Bosnien-Herzegowinas

Kein Gebäude in Sarajevo erzählt von der bewetgten Geschichte der Stadt, so wie Vijećnica, das ehemalige Rathaus in die Natoinalbibliothek von Bosnien-Herzegowina. Das Gebäude sieht modern aus, fast neu und als ich es das erste Mal gesehen habe, glaubte ich direkt, dass es erst 2014 wieder eröffnet worden ist. Bis ich erfuhr warum…

Denn Vijećnica fiel schon ganz zu Beginn des Kriegs den Flammen zum Opfer. In der Nacht vom 25. auf den 26. August vernichteten die Flammen 90 % der Bücher und des Kulturerbes, das sich in dem geschichtsträchtigen Gebäude aus dem 19. Jahrhunder befand.

In solchen Momenten wird einem die Brutalität des Krieges ganz offensichtlich, wenn einem der Begleiter schulterzuckend erklärt: »So ist es halt im Krieg. Zuerst wird das nationale Erbe vernichtet, gleichzeitig mit den Kommunikationsmitteln und anderen Dingen des alltäglichen Lebens.« Und wieder einmal weiß ich nicht recht, was ich sagen soll. Ich, die im heimligen, gemütlichen Deutschland aufgewachsen ist, wo man sich darüber beschwert, dass die Äste von Nachbars Kirschbaum zu weit auf den Gehweg ragen.

Die Nationalbibiothek ist frei zugänglich, im Augenblick findet dort eine Ausstellung des Künstlers Mersad Berber statt.

 Adresse: Obala Kulina bana 1, 71000 Sarajevo

 Öffnungszeiten: Mo – So: 10.00 – 22.00

 So kommt ihr hin: Straßenbahn 1,2,3 oder 5, Haltestelle Vijećnica

Sarajevo Städtetrip Rathaus


4. Die Quelle des Bosna (Vrelo Bosne)

Die Quelle des Bosna, Vrelo Bosne auf Bosnisch, ist ein Nationalpark rund 15 Kilometer vom City Center Sarajevos entfernt und der perfekte Ort für einen Sonntagsausflug. Viele Bewohner von Sarajevo treffen sich hier im Sommer zum Grillen oder einfach entspannen – und zu Recht, denn der Park ist einfach wunderschön.

Weit verzweigt fließt der Bosna durch ein grünes Waldgebiet, überall kleine Wasserfälle glitzernde, flache Wasserströme, die so klar sind, dass man bis auf das Flussbett sehen kann und ich Fische gezählt habe. Jährlich besuchen rund 60.000 Menschen das Idyll. Wir sind dort einfach rumspaziert, haben uns verloren zwischen den unzähligen Strömen des Bosna und sind von Brücke zu Brücke gehüpft, damit ich Wasserfälle fotografieren konnte und den Abend dann bei einem Bier im Café ausklingen lassen.

Mein Freund, sein Bruder und ich haben einen Tagesausflug daraus gemacht und Fahrräder in Sarajevo geliehen. Eine gute Stunde mussten wir in die Pedale treten, bis wir da waren. Alternativ kann man mit Auto oder Bus fahren und die letzten drei Kilometer zur Quelle durch die uralte Kastanienallee Velika Aleja nehmen.

 Wo ist es: Im Vorort Ilidža, Sarajevo 71000

 Eintritt: 2 KM (1 EUR) für Erwachsene, 1 KM (50 Cent) für Kinder und Studenten

 So kommt ihr hin: Mit einem Mietfahrrad, mit Buslinie 43 bis Ilidža und von dort mit Linie 6 weiter zu Skenderija terminus, danach zu Fuß

 Vrelo Bosne


5. Die freundlichen Menschen

Selten habe ich so freundliche und herzliche Menschen getroffen, wie die Bosnier! Trotz ihrer Geschichte sind sie Menschen, die gerne lachen und gute Gesellschaft zu schätzen wissen.

Als die Airbnb-Gäste der Familie meines Freundes zu früh einchecken wollten, wurden sie kurzerhand zum Abendessen eingeladen. Sie saßen mit uns am Tisch im Garten, alle zusammen aßen wir frischgegrillte Cevapi unter unterhielten uns in einem verrückten Mix aus Englisch, Deutsch, Italienisch und Bosnisch. Dieser Moment beschreibt in meinen Augen die Mentalität der Bosnier sehr gut und als Tourist wird sich auf einer Städtereise nach Sarajevo jeder wirklich willkommen fühlen.

Die andere Seite der Medaille ist natürlich: Idioten gibt es überall. Und auch Rassismus, Engstirnigkeit und Jugendarbeitslosigkeit sind in Bosnien sehr präsent, vor allem an der Grenze zu Kroatien oder in der Republik Srpska, dem serbischen Teil des Landes, der auch ungleich ärmer ist als Sarajevo selbst. Das Land hat noch einen weiten Weg vor sich – es kann jedoch defintiv von Touristen auch lernen, glaube ich – wenn wir dazu bereit sind, einen offenen Dialog mit den Menschen zu führen.


Sarajevo Ausblicke

6. Die Aussicht

Egal ob es die weiße oder die gelbe Bastion, der Berg Trebevic oder eine der olympischen Berge ist – die Aussicht auf die Stadt ist von oben ganz besonders faszinierend. Sarajevo liegt in einem Kessel, umgeben von Bergen, von denen der höchste 2.067 Meter hoch ist. Und überall warten faszinierende Aussichtspunkte.

Am besten gefallen hat mir die weiße Tabija, die weiße Festung. Sie ist der unbekanntere Bruder der gelben Bastion, und es sind nur noch Ruinen der ehemaligen Festung aus der österreich-ungarischen Zeit. Der erste einer Reihe von Wachtürmen, die schon immer eine große Bedeutung für die Verteidigung der Stadt hatten, wurde hier bereits im 16. Jahrhunder errichtet. Tyisch östeuropäisch ist in der Ruine nichts abgesperrt und ihr könnt wild auf allem herumkraxeln, durch die Fenster steigen und am Abgrund sitzen.

Gemütlicher für den Sonnenuntergang ist dann aber vielleicht doch die Gelbe Bastion (Žuta tabija), denn dort gibt es auch ein kleines Café und Bänke, auf denen man es sich gemütlich machen kann. Wir haben uns dort zwar nicht zum Sonnenuntergang aufgehalten, sondern den von einem der Berge beobachtet, aber ich bin mir sicher, es ist einfach einmalig. Google zumindest ist Zeuge 😉

 
 Adresse: Gelbe Bastion: Jekovac, Sarajevo 71000

 So kommt ihr hin: Straßenbahn 1 & 3, danach zu Fuß. Zur weißen Festung auch zu Fuß von der gelben Bastion (ca. 15 Minuten)


7. Die Geschichte

Was wäre eine Städtereise nach Sarajevo ohne Geschichte. Und gleich ein trauriger Fakt: Ich habe noch nie so viele Friedhöfe in einer Stadt gesehen. Sarajevo ist gepflastert damit. Eigentlich sehen sie schön aus, die muslimischen Friedhöfe, so weiß und hell und nach dem muslimischen Glauben sollen alle Gräber gleich aussehen, sagt mein Freund. Also stehen da saubere, weiße Grabsteine in Reih und Glied. Sie ziehen sich über Hügel und Wiesen, während des Krieges wurden sogar Fußballfelder zu Friedhöfen umfunktioniert. Das Foto oben ist übrigens nicht von einem der Friedhöfe, da wollte ich nicht fotografieren. Es sind altertümliche Gräber, die in einem der Stadtparks zu finden sind.

Ja, der Krieg ist allgegenwärtig in Sarajevo und erinnert uns daran, wie gut Deutschland eigentlich die Dinge meistert. Da kann man übe Politik meckern, was man will – wir meckern auf hohem Niveau. In Bosnien ist Deutschland noch immer der goldene Gral, das Land in das die ehemaligen Kriegsflüchtlinge, von denen so viele makelloses Deutsch sprechen, gerne wieder zurückkehren würden.

Aber Sarajevo ist nicht nur Krieg. Lange nicht mehr. Die faszinierende Symbiose aus Ost und West ist eine mindestens genauso spannende Geschichte der Stadt, die schon immer irgendwie zwischen den Fronten stand. Erst beherrscht von den Türken, dann Österreich-Ungarn, dann den Kommunisten… schließlich Olympische Winterspiele und dann der Krieg…

Ich könnte jetzt noch ewig darauf eingehen, wer jedoch mehr über die Geschichte Sarajevos erfahren will, denn verweise ich jetzt einfach mal auf andere Internetseiten, weil dieser Artikel sonst noch epischer wird.


8. Das Sarajevo Filmfestival 

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Während des Sarajevo Film Festival, kurz SFF, lebt die Stadt und versprüht eine Energie, die einen einfach mitreist. Für mich als „First Timer“ in Sarajevo war es einfach der perfekte Zeitpunkt, um die Stadt zu entdecken.

Und – wie sollte es auch anders sein – ist das SFF natürlich auch voller Geschichte. Denn das erste Mal fand es im Jahr 1995 statt, als Sarajevo noch unter Belagerung war. Und trotz der wirdigen Umstände nahmen 15.000 Personen am Festival teil. Heute erscheinen dazu Größen wie Angelina Jolie und Kevin Spacey.

Während des SFF ist Sarajevo eine einzige Party, Pubs und Clubs spielen Musik um die Wette – laut genug, dass jeder von draußen schon erkennen kann, ob es sein Geschmack ist, und die Jugend nutzt den Moment, um sich richtig aufzubrezeln.

Und ich? Bin wohl doch schon ein bisschen älter – und habe mir mit meinem Freund und dessen Freunden ganz entspannt… einen Film angeschaut.

Falls ihr auch zum SFF gehen möchtet: Hier geht es zur Webseite des Filmfestivals mit allen Terminen

Sarajevo Film Festival


9. Die Natur

Olympische Berge, Wasserfälle, Bergflüsse so klar, dass ihr daraus trinken könnt oder dichte, grüne Wälder. Als das wartet direkt um Sarajevo herum, entdeckt zu werden. Die Natur in Bosnien ist wirklich noch zu großen Teilen unberührt und es gibt einige sehr gute Wanderwege rund um die Stadt.

Ganz wichtig allerdings: Auf den Routen bleiben! Denn in manchen Teilen der Wälder, gibt es noch Landminen!

Neben dem Ausflug zur Quelle des Bosna haben wir noch ein paar andere Tagesausflüge raus ins Grüne unternommen, die ich wirklich sehr empfehlen kann. Denn auch, wenn Sarajevo keine riesige Stadt ist, so ist sie doch sehr lebhaft und es tut gut, einen Abstecher in die Natur zu machen und etwas Ruhe zu tanken.

Skakavac Wasserfall

Hier dürft ihr keinen riesigen Wasserfall erwarten, der mit Getöse den Berg runter stürzt. Skakavac fällt eher durch seine Höhe auf: 98 Meter nämlich. 

Die Wanderung dorthin ist nicht ganz ohne, es sind rund 7 Kilometer vom Dorf Nahorevo von dem aus man zum Wasserfall wandern kann. 

Allerdings ist die unberührte Natur auf dem Weg dorthin einfach unglaublich schön und die müden Füße am Abend definitiv wert!

Hinkommen: Mit dem Bus oder Taxi nach Nahorevo, dann zu Fuß weiter.
Unbedingt:
Erkundigen, wann der letzte Bus zurück fährt, eine offizielle Haltestelle mit Busplan gibt es da nicht.

Lukomir

Gelegen auf beinahe 1.500 Metern Höhe, ist Lukomir eines der abgeschiedensten Bergdörfer auf der ganzen Welt. Die Geschichte des Dorfs geht zurück bis uns 14. oder 15. Jahrhundert, als die Gegend erstmal besiedelt wurde.

Noch jetzt leben die Menschen in Lukomir in traditionellen Steinhäusern mit hölzernen Dachschindeln und verlassen im November ihr Zuhause, weil dann die Zugangsstraßen wegen des Schnees unpassierbar werden.

Hinkommen: Um nach Lukomir zu kommen, gibt es keine andere Möglichkeit, als das Auto. Über die R442a dauert es rund 2,5 Stunden.



Natürlich gibt es noch ungefähr 10 bis 100 weitere Gründe für eine Städtereise nach Sarajevo. Aber das wird sicherlich noch nocht mein letzter Artikel über Bosnien sein, also keine Sorge, wenn euch jetzt die Reiselust gepackt hat – da kommt noch mehr!

Kathi Daniela

Kathi Daniela

Kathi ist Freelance Journalistin und Content Writerin, Travel Bloggerin. Sie hat ein Jahr als Expat in Südafrika gelebt - inzwischen wohnt sie in Prag und Nürnberg
Kathi Daniela


5 thoughts on “Welcome to Sarajevo – Ein ganz besonderer Städtetrip”

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