[Travel] 9 Tipps für einen Roadtrip auf der Garden Route in Südafrika

[Travel] 9 Tipps für einen Roadtrip auf der Garden Route in Südafrika

Ich schwör euch, ich hatte noch nie so sehr das Gefühl, eine Zeitreise zu machen, wie während unserer fünf Tage auf der Garden Route. Während dieser etwas über 100 Stunden haben wir Mondlandschaften, grüne Wiesen wie in Irland, eine südafrikanische Route 66, allgäuerische Voralpenlandschaften, tropische Wälder und Wüstenausläufer erlebt – auf etwas über 1.000 Kilomtern! Wer von der atemberaubenden Schönheit der Garden Route spricht, lügt nicht. Viele Orte gibt’s auf der Welt sicher nicht, die noch schöner sind. 

9 Tipps für einen Roadtrip auf der Gardenroute

Gefahrenpotenzial? Überschätzt

Gleich vorneweg, was mir persönlich am Herzen liegt: Südafrika ist nicht so gefährlich, wie alle behaupten! Meine paranoide Ader ist wirklich ausgeprägt und auch ich bin mit im Schuh versteckten Geldscheinen in Kapstadt angekommen – und hab mich dort kein einziges Mal unsicher gefühlt! Den gesunden Menschenverstand walten zu lassen und ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, wird euch sicher durch einen wundervollen Urlaub bringen!

  • Verriegelt beim Fahren die Autotüren von innen
  • Haltet Nachts nicht an einsamen Ampeln an
  • Geht zu zweit zum Geldautomaten und lasst niemanden zusehen, wie ihr euren Pin eintippt
  • Lasst nichts offen im Auto liegen, wenn ihr parkt
  • Lasst euch Nachts von einem Safety Guard zum Auto begleiten
  • Verwendet Umhängetaschen statt baumelnder Taschen am Handgelenk

Macht man in fremden Großstädten oder Ländern eigentlich eh automatisch, oder?

Die Bibel? Der Coast-to-Coast

Dieser Guide ist die Bibel der Garden Route. Backpacker, Hostels und Sehenswertes sind alle in dem kleinen Buch vereint. Für jeden, der die Garden Route bereisen möchte fast ein Muss. Vor allem, wenn man kurzfristig nach einer Unterkunft sucht, kann der Coast to Coast die Rettung sein. Das Beste: Er liegt einfach in jedem Hostel kostenlos zum Mitnehmen aus.

On the road? Der Warnblinker

Wie, was, Warnblinker? Ja, dessen korrekte Benutzung sollte man kennen. Wer auf der Landstraße oder dem Highway von einem anderen Auto vorbei gelassen wird (dazu benutzen die Südafrikaner rege den Standstreifen) bedankt sich per Warnblinker. Easy as that. Übrigens: Im Gegenzug gibt der andere eine freundliche Lichthupe.

Trinkgeld? Bitte üppig

Die Südafrikaner machen aus allem einen Job. Kein Wunder, bei 24 Prozent Arbeitslosigkeit, die leider kein schlechter Witz sind, sondern traurige Realität. Vor allem in der Gastronomie gibt es oft gar keinen festen Lohn und die Angestellten sind auf Trinkgelder angewiesen. Deshalb gilt:

  • 10 bis 15 % Trinkgeld im Restaurant
  • 4 bis 10 Rand für den Parkwächter (aber erst beim Wegfahren)
  • 3 bis 5 Rand für den Tankwart, gerne auch ein bisschen mehr, wenn er das Rundum-Paket mit Ölcheck usw. macht

Die Tankstellen waren übrigens für mich der Inbegriff der Black-White-Dekadenz und daran, dass ich von vorne bis hinten bedient werde, hab ich mich nie gewöhnen können!

 Stoppschild? Wer zuerst kommt…

… fährt zuerst. Das ist so ziemlich die einfachste Straßenregel, die es gibt und an die halten sich auch alle einwandfrei. Nur für Minitaxis gilt: Wir bremsen für Niemanden!
Übrigens: Ampeln heißen in Südafrika robot, logisch oder? 😉

Baboons? Are dangerous wild animals

Rafiki aus dem ›König der Löwen‹ ist ja irgendwie echt ein cooler Affe. Seine lebenden Artgenossen sind dagegen weniger angenehm. Die Paviane sind hier nicht nur total aufdringlich, sondern auch echt geil auf euer Eis, Baguette oder eure Coke – und die Biester haben verdammt scharfe Zähne. Falls ihr darauf verzichten wollt, euch die Tollwut einzufangen, haltet lieber ein bisschen Abstand zu unseren affigen Verwandten und packt bloß nichts Essbares in ihrer Nähe aus.

Gehsteige? Mangelware

Okay, und vermutlich auch auf dem Highway nicht unbedingt vorgesehen. Aber gerade die Menschen, die in den Townships leben (die oft am Rand der Highways und eben der Städte gebaut wurden) müssen oft genug zur Arbeit laufen. Zu Fuß. Auf der Autobahn. Auch früh um fünf. Oder nachts um drei. Also: Unbedingt immer die Augen offen halten!

Aufgepasst! Afrikaans

Ihr könnt Deutsch? Niederländisch? Dänisch? Englisch? Cool, Afrikaans, das eine Mischung aus allem ist, werdet ihr trotzdem nicht verstehen! Allerdings können sich die Südafrikaner mit ihren 11 Amtssprachen oft genug auf dem Wegweiser nicht entscheiden, in welcher Sprache der Ortsname denn jetzt stehen soll. Und gerade auf dem Land haben viele Orte Namen auf Afrikaans. Damit ihr nicht verloren geht, schämt euch nicht, euch den Namen Buchstabe für Buchstabe aufschreiben zu lassen.

Hello? Meeting the Locals

Vorab: Südafrikaner sind super nett, einem kleinen Chat nicht abgeneigt und auch die altbekannte Skepsis gegenüber deutschen Mitmenschen ist hier nicht besonders weit verbreitet. Wer sich ins Gespräch verwickeln lässt, kriegt sicher ein paar gute Tipps für lokale Sehenswürdigkeiten oder eine Einladung zum Braai (Barbecue) mit auf den Weg!
Ein paar Tabuthemen gibt’s allerdings auch hier: Die Apartheid und die afrikanischen Traditionen. Dass man sich da mit Kommentaren zurückhalten sollte, versteht sich aber irgendwie von selbst.

Und hier noch eine kleine Bilderflut:

Habt ihr schon mal einen Roadtrip unternommen?
Und falls ihr einen Trip auf der Garden Route plant: Haben euch meine Tipps weitergeholfen?

 

 

Kathi Daniela

Kathi Daniela

Kathi ist Freelance Journalistin und Content Writerin, Travel Bloggerin. Sie hat ein Jahr als Expat in Südafrika gelebt - inzwischen wohnt sie in Prag und Nürnberg
Kathi Daniela


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