48 Stunden in Amsterdam – entspannt die niederländische Hauptstadt entdecken

48 Stunden in Amsterdam – entspannt die niederländische Hauptstadt entdecken

Wie oft hat man gerade am Ende des Sommers, der vollgepackt ist mit Events und Unternehmungen, mit durchtanzten Nächten und langen Tagen an der Sonne das Gefühl, einfach mal ein bisschen durchatmen und ausspannen zu müssen. 

Und wie oft fährt man dann tatsächlich einfach ein paar Tage weg? Ohne festen Plan, ohne festes Ziel – einfach irgendwo, wo es nichts zu tun gibt, wo einen niemand kennt und wo man sich treiben lassen kann.

Genau das haben wir vor zwei Wochen getan und haben die Chance genutzt, dass mein Schwager zu Besucht kam, um für zwei Tage nach Amsterdam zu fahren. Mitten im Umzugsstress und mitten in einer sehr vollen Agenda – und damit irgendwie zum genau richtigen Zeitpunkt. Mit wenig Gepäck, nur ein paar Plänen im Kopf und ganz viel Lust darauf, einfach nur etwas Neues zu sehen, sind wir losgezogen.

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Machen wir uns auch nichts vor – Amsterdam ist und bleibt ein absoluter Touristenmagnet, die Stadt verzeichnet fast 10 Millionen Übernachtungen pro Jahr. Das heißt auch in der Nebensaison: Gewusel, volle Straßen, Touristen im Stadtzentrum.

Entspannung – Fehlanzeige, denkt ihr jetzt? Muss aber nicht sein! Wenn man sich nicht gerade nur im Rotlichtviertel und rund um den Stadtkern aufhält, dann findet man in Amsterdam auch all das, was man sucht oder erwartet. Am besten ist es aber – wie bei jedem Kurztrip – auch bei diesem, einfach nicht zu viele Erwartungen zu haben, sich inspirieren zu lassen und Sightseeing-Pläne auch einfach mal über Bord zu werfen. 

Bereisen könnt ihr Amsterdam eigentlich das ganze Jahr über. Im Sommer ist es natürlich besonders voll, ab September bis März ist es ein bisschen leerer.

Unterkommen

Wir haben im Ibis Budget Amsterdam South übernachtet. Hübsch ist das Hotel nicht, ein Platz zum Schlafen halt. Recht viel mehr braucht man bei so einem Städtetrip ja eigentlich auch nicht. 

Wirklich empfehlen kann ich’s jetzt nicht, da es leider auch nicht unbedingt das sauberste Hotel war und da bin ich immer etwas empfindlich. 

In der Lobby gibt’s aber immerhin Kaffee und eine Mikrowelle, also kann man theoretisch sogar selbstmitgebrachtes da aufwärmen.

Nächstes Mal würde ich aber vielleicht doch eher ein Airbnb näher am Stadtzentrum wählen, da Amsterdam echt teuer ist und man sich so besser selbst versorgen kann.

hinkommen

Wir sind mit dem Bus nach Amsterdam gefahren. Von Hamburg braucht Flixbus rund sieben Stunden. Mit dem Nachtbus sind wir schon am frühen Vormittag angekommen und haben schon Mittag unsere erste Portion Pommes verdrückt.

rumkommen

Am besten in Europas Fahrradhauptstadt natürlich auf zwei Rädern. Haben wir uns aber nicht getraut – es ist einfach jede Menge los auf den Bike-Spuren in der Stadt und die Radfahrer kennen kein Pardon. 

Für 12,50 Euro gibt es eine 48-Stunden-Karte für Bus, Metro und Tram, die sich für uns ausgezahlt hat, da unser Hotel auch ein bisschen außerhalb lag.

Einfach treiben lassen, kleine Gässchen entdecken,
dem Touristen-Trubel entfliehen
– und Pommes essen

Wenn man in einer Stadt nur 48 Stunden Zeit hat, dann macht es für mich persönlich keinen Sinn, sich eine volle To-Do-Liste zu schreiben und zwei Tage lang nur von einer Sehenswürdigkeit zur anderen zu hasten. Schlussendlich hat man dann nämlich einfach überhaupt nichts von der Stadt, kann keine Eindrücke aufsaugen und die Atmosphäre der Stadt nicht wahrnehmen. 

Wir haben uns deshalb all die Dinge gespart, die man unbedingt sehen soll. Wir waren nicht im Anne-Frank-Haus, wir waren nicht beim Rijksmuseum und  auch nicht in der Heineken-Brauerei. Stattdessen haben wir uns auch ein paar Stadtviertel außerhalb des Touristentrubels angeschaut, haben uns überraschen lassen und haben Heineken in kleinen Bars voller Locals getrunken. 

 

Der Flixbus kommt etwas außerhalb des Stadtzentrums an, wo wir uns bei einem Kaffee in einem kleinen Café erstmal Zeit genommen haben, anzukommen. Danach fahren wir in die Innenstadt und lassen uns einfach treiben. Der berühmte Rotlicht-Bezirk ist zur frühen Nachmittagszeit weniger überlaufen als in den Abendstunden. 

Wir spazieren weiter durch das Stadtviertel De 9 Straatjes vorbei an romantischen Brücken, entlang der Grachten, die mit Herbstblättern gesprenkelt sind. Schließlich bleiben wir im Café de Eland hängen, quatschen ein bisschen mit dem Inhaber und Dank des Tipps von Katharina von So nah und so fern ergattere ich in einem Second-Hand-Laden direkt ums Eck das ideale Mitbringsel: Ein Kleid aus Tokyo.

Café "De Eland"

Prinsengracht 296
1016 HW Amsterdam

10.00 – 2.30 Uhr 

Begijnhofkapel

Begijnhof 29
1012 WT Amsterdam

nicolaas-parochie.nl

Episode vintage shop

Berenstraat 1
1016 GG Amsterdam

11.00 – 18.00 Uhr
episode.eu

Tag zwei starten wir im Stadtviertel De Pijp. Ein weniger touristisches, alternatives Stadtviertel voller kleiner Cafés und Boutiquen. Einfach nur spazieren gehen und entdecken – so habe ich Städtetrips am liebsten. Wir schlendern die Albert Cuypstraat entlang, eine hübsche autofreie Straße, auf der gerade einer der ältesten Straßenmärkte der Stadt stattfindet. Kleidung, Lebensmittel, Blumen und kleine Stände, die Leckeren verkaufen. Wir gönnen uns eine Waffel mit Banane und Nutella und hüpfen in die Straßenbahn Richtung Stadtzentrum, als wir müde werden und eine kurze Pause brauchen. 

Angekommen am Hauptbahnhof fahren wir mit der kostenlosen Fähre rüber zum Tolhuistuin. Bei einem Kaffee genießen wir im Kulturzentrum den Blick aufs Wasser, die Stadt und die Boote, die vorbei ziehen. Den Abend lassen wir in einer kleinen Bar ausklingen, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnern kann.

Und am kommenden Tag sind wir erholt, entspannt und es ist überhaupt nicht so schlimm, dass wir keine Museen besucht haben und in einem Coffeeshop für die Experience ein total überteuertes Bier bezahlt haben. Wir steigen in den Flixbus und kommen mit lauter guten Erinnerungen, und dem ein oder anderen Käse, im Gepäck wieder Zuhause an.

Tolhuistuin

IJpromenade 2
1031 KT Amsterdam

tolhuistuin.nl

Albert Cuyp markt

Albert Cuypstraat
1073 CC Amsterdam

10.00 – 17.00 Uhr
albertcuyp-markt.amsterdam

Ich hoffe, euch hat dieser kleine Einblick in unsere 48 Stunden in Amsterdam gefallen. Vielleicht sind das hier nicht die absoluten Touristentipps, vielleicht ist auch einfach gar nichts für euch dabei. Aber ich wollte euch gern zeigen, dass man auch abseits des Rummels eine Stadt in 48 Stunden ein bisschen beschnuppern kann. Das schönste ist es ja immer, die Atmosphäre aufzusaugen – und zu wissen: Hierher will ich noch mal zurück kommen.



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