MONATSRÜCKBLICK #11 – DAS WAR DER NOVEMBER

MONATSRÜCKBLICK #11 – DAS WAR DER NOVEMBER

Der November war ziemlich gut zu uns, oder? Normalerweise grau, dunkel und ungemütlich war ja dieses Jahr bis Mitte des Monats feinstes Golden-Autumn-Wetter. 

Ansonsten ist der Monat nahezu verrannt. Die Zeit ist so schnell vergangen, dass ich sie gar nicht richtig genießen konnte. War ein schöner Moment da, war er schon verflogen, bevor ich ihn richtig aufsaugen konnte. Mein eigenes Leben ist mir im Moment einfach zu schnell und alle Versuche, es zu entschleunigen, sind bislang irgendwie gescheitert. Ich freue mich deswegen ein bisschen auf den Winter. Auf Zeit daheim, Besinnlichkeit, auf der Couch sitzen, einfach mal nichts tun. Durchatmen. Ich bin nicht gut darin, langsam zu sein. Aber ich weiß, dass es mir gut tun würde.

Wie läuft es eigentlich in... München?

Ganz ehrlich: Besser als in Hamburg. Viel besser. Ich weiß nicht warum, vielleicht bin ich einfach ein bayerisches Madl, vielleicht packt mich München einfach mehr, vielleicht haben die Wochenendbesuche bei Freunden einfach gut getan – aber… 

München fühlt sich mehr nach Angekommen sein an.

Obwohl wir im Moment noch keine eigene Wohnung haben, sondern in einem WG-Zimmer leben und obwohl der Monat turbulent und arbeitsintensiv gewesen ist, fühle ich mich irgendwie entspannter, ruhiger als ich es in Hamburg je gewesen bin. Dieses komische unwohle Gefühl, dass da die ganze Zeit in meinem Hinterkopf war, ist verschwunden.

Es ist komisch, dass eine Stadt das mit einem machen kann. Es ist verrückt, dass eine Stadt einfach der perfekte Ort für den einen von uns sein kann und für den anderen ist es genau das richtige, sie hinter sich zurück zu lassen und weiterzuziehen.

Ich habe Hamburg bisher kein bisschen vermisst. Ein paar Freunde vielleicht, nicht mal die Alster, nicht mal die Nähe zum Meer. Und das will schon was heißen.

märchenstadt prag

Es ist ein komisches Gefühl, in den Bus oder die Bahn zu steigen, einige Stunden von München entfernt wieder auszusteigen und »zu Hause« zu sein.

Als ich vor eineinhalb Jahren in Prag angekommen bin, war ich müde, hatte ein gebrochenes Herzen und wollte der Stadt überhaupt keine Chance geben – denn keine würde je sein können wie Kapstadt, der Ort, an dem ich mich selber gefunden hatte. 

Und dann traf ich ein paar wunderbare Menschen. Und aus Bekanntschaften wurden Freundschaften. Und Prag wurde irgendwie zu der Märchenstadt, die es für mich niemals sein wollte. 

Ich komme gerne zurück nach Prag, immer wieder. Es ist ein komisches Gefühl, in einer Stadt Zuhause zu sein, die das Ziel so vieler Touristen ist, die gehypt wird und als schönste Stadt Europas gilt. Manchmal frage ich mich, wie ich so viel Magie und Glück in meinem Leben verdient habe. 

Und es fällt mir wieder ein: Wir sollten dankbar sein. Für jeden Moment, den wir Wunderbares erleben dürfen.

It’s easy to fall in love among the winding cobblestone streets and snow-covered castles of Prague, but is it a good idea?

Dana Newsman

Top picks of the month

Es ist offiziell: Spotify hat mir Jeremy Loops, Rise Against und dne Arctic Monkeys attestiert, dass mein Musikgeschmack immer noch der gleiche ist, wie vor einem Jahr. Bin ich einverstanden mit, schließlich sind das jetzt wie vorher ganz außerordentliche Künstler!

Außerdem noch drei Podcast-Empfehlungen von mir:

Und erst im Dezember entdeckt habe ich außerdem A Mindfull Mess von DariaDaria und bin seitdem treuer Hörer 🙂

Mit Vergnügen München und auch jeder andere gehen ironisch mit der Münchner Wohnungssuche um. Die elf Phasen der Münchner Wohnungssuche haben wir zum Glück nicht durchmachen müssen. Wir ziehen noch vor Weihnachten ins neue Heim!



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