MONATSRÜCKBLICK #1 – DAS WAR DER JANUAR 2019

MONATSRÜCKBLICK #1 – DAS WAR DER JANUAR 2019

Wo ist denn der Januar geblieben? Während ich mich das noch gefragt habe, zwischen Umzugskartons und Streifzügen durch Möbelhäuser, war es schon Zeit, ins Flugzeug nach Johannesburg zu steigen. Zwei Wochen Südafrika. Nachdem ich das Land vor zwei Jahren mit Vorfreude auf einen Neuanfang, aber auch mit einem gebrochenen Herzen verlassen habe.
Ob ich nervös gewesen bin? Das kann man so sagen. Ich war mir eigentlich eine ganze Weile lang überhaupt nicht so sicher, ob ich überhaupt in dieses Flugzeug steigen möchte. 
Zu groß war meine Angst davor, das Gefühl zu haben, dass ich damals einen schlimmen Fehler gemacht habe.

Und jetzt bin ich wieder zurück in München und vor dem Fenster rauschen die Autos die Straße entlang und spritzen Schneematsch auf den Gehweg. Und während meine Bräune jeden Tag ein bisschen mehr zu verblassen scheint, sowieso versteckt von dicken Rollkragenpullovern, ist die Erinnerung an Südafrika für mich nach diesem Trip auch genau das: Eine wunderschöne Erinnerung, gut versteckt, und es macht mich ein bisschen traurig zu sehen, dass sie hier und da verblasst.

Zurück in kapstadt

Es ist fast 23.00 Uhr, als wir in Kapstadt ankommen. Beim Landeanflug nichts zu sehen von der geliebten Kulisse, die mich jeden Morgen beim Gang aus dem Haus begrüßt hat, mal in eine Decke Wolken gehüllt, mal stolz und erhaben über der Stadt trohnend.

Wir sind schnell durch die Gepäckkarussells, haben nur Handgepäck, und auf dem Parkplatz vor dem Arrival-Terminal wartet schon ein Empfangskommittee auf uns. Und auf einmal ist mein Herz so leicht, wie meine sieben Kilo Handgepäck. Ich lasse mich in den Rücksitz fallen und höre südafrikanischen Hip Hop und vor uns glitzern die Lichter der Stadt und der Table Mountain hebt sich schwarz gegen den graublauen Himmel ab.

Willkommen daheim.

back to the roots

All die Travelblogger haben mich verunsichert. Ich habe in den letzten zwei Jahren so viele Blogs gelesen, versucht das Beste für mich raus zu ziehen, mich anzupassen. Die zehn besten Tipps für Kapstadt, How-Tos für ein Wochenende in Rumänien, Reisetipps für Bosnien. Und ich habe bemerkt: Über Visabestimmungen zu schreiben und über die immer gleichen, selben abgegrasten Hinweise, die man mit einer Google-Suchmaske in fünf Minuten findet – das bin überhaupt nicht ich. Zumindest nicht auf diesem Blog.

Ich wollte immer Geschichten erzählen, lieber inspirieren statt lehren. Irgendwie ein bisschen anders sein. Vielleicht auch weniger erfolgreich damit, aber auf jeden Fall mehr ich. Das heißt nicht, dass es Posts nicht mehr geben wird, die euch einen echten Mehrwert bieten, so wie meinen Beitrag über die Lebenshaltungskosten in Kapstadt. Das heißt nicht, dass ich euch keine Tipps mehr geben werde für tolle Restaurants oder Bars oder Unterkünfte.

Aber das heißt, dass ich euch vielleicht lieber wieder ein paar mehr Reisegeschichten erzähle, vielleicht auch mal den ein oder anderen persönlichen Beitrag schreibe, die früher immer so gut bei euch angekommen sind. Vielleicht ist 2019 dafür ein gutes Jahr, das Jahr, in dem ich nach Bayern zurückgezogen bin, nur noch knapp zwei Stunden von der Heimat entfernt lebe, und das erste Jahr seit langem, in dem sich zurück zu kommen nicht wie Rückschritt anfühlt.

Top picks of the month




5 Millionen für Hilfe statt Hass!

Nike van Dinther, eine der Gründerin von This is Jane Wayne hat eine Petition ins Leben gerufen, die es wert ist unterschrieben zu werden. Ja, über Jens Spahn wird im Augenblick viel diskutiert, sie jedoch hat sich daran gesetzt und diese Petition ins Leben gerufen, die inzwischen bereits 64.000 Menschen unterzeichnet haben. Du auch?
Und wer noch nicht mitbekommen hat, was da los ist, der kann auf der Seite der Petition auch eine ganz tolle Zusammenfassung von Nike zur Thematik lesen.

Außerdem kann ich euch den Film “Willkommen bei den Hartmanns” empfehlen. Eine deutsche Komödie, die, wie viele deutsche Filme, ganz bestimmt ihre Schwächen hat und außerdem schon gut drei Jahre alt ist. Aber trotzdem immer noch wichtige Themen der Flüchtlingssituation anspricht. Deswegen trotzdem eine Empfehlung von mir.
Gibt’s auf Netflix zu sehen.



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