Minga, I mog di! (+ 3 meiner Lieblings-Spots)

Minga, I mog di! (+ 3 meiner Lieblings-Spots)

Home is not a place, it’s a feeling, sagen sie. Well, what if it’s both? Wenn dir auch ein Ort ein Gefühl von Zuhause gibt? Das müsste ja dann das ultimative Zeichen dafür sein, eine Homebase gefunden zu haben. Und ich habe ein sehr gutes Gefühl, seit wir in München angekommen sind.  Und das, obwohl wir einen ziemlich toughen Start hingelegt haben, zu zweit in einem WG-Zimmer und dann schließlich die Zusage für eine Wohnung, teuer genug, dass alles Ersparte in Kaution und Möbel geflossen ist.

Doch während wir in Hamburg noch zögerlich waren, nicht zu viel investieren wollten, so als hätten wir schon geahnt, dass das nicht für lange sein wird, kann ich es jetzt kaum erwarten zu basteln und zu Handwerkern und zu streichen und diesen vier Wänden meinen eigenen Stempel aufzudrücken. Sie zu einem richtigen Zuhause zu machen. Momentaner Gefühlszustand: Nestbau. Wenn das mal kein Zeichen dafür ist, dass ein Ort eine Heimat sein kann…

Dabei könnte ich gar nicht sagen, was das genau ist, das mich in München so wohl fühlen lässt. München ist nicht so schön wie Prag. Es ist nicht so lässig wie Hamburg. Es gibt keinen Späti an jeder Ecke und es gibt keine Jugendstil-Gebäude, die ich einfach bewundern muss. Es gibt viele Hipster und wenig echt alternative Leute und das Bier kostet das Dreifache von einem guten, tschechischen Pilsner.

Und trotzdem, trotzdem mag ich diese Stadt so gern. Mit ihren Porsche-Fahrern und ihren Spießern und mit ihren eingefleischten, Lederhosen tragenden CSU-Wählern. Mein Herz hüpft einfach, wenn ich weiß, heute ist der Tag klar genug, um die Berge zu sehen und wenn ich dann mit gefühlt einhundert anderen Menschen am Aufzug anstehe, um auf das Dach der TU zu fahren und einfach nur einen Blick auf die weißen Alpenspitzen zu erhaschen. 

Mein Herzschlag fährt runter, wenn ich im englischen Garten stehe und tief die Luft einatme, die für eine Großstadt irgendwie ziemlich ländlich duftet und wenn ich die Schwanthaler Straße entlang laufe, dann freue ich mich, wie international die Stadt ist, die ich die letzten Jahre und Besuche als spießig und teuer empfunden habe.

München hat im Moment einfach was ich brauche. Vielleicht sind es die Abende mit Freundinnen in der Glockenbachwerkstatt, am Nebentisch eine Gruppe sengalesischer Flüchtlinge, die Deutsch üben. Oder die unzähligen, kleinen Märkte an jeder Ecke, Käsespätzle und Second-Hand Louis-Vuitton-Taschen. Oder der Hefe-Geruch, der hier am Stiglmeierplatz fast täglich zu unserer Wohnung rüber weht und die Morgen, an denen man verkatert ist, zu einer besonderen Herausforderung macht – und uns dazu bringt, über uns selbst zu lachen. 

Was es genau ist, weiß ich auch nicht, aber es ist da. Und vielleicht muss ich da auch gar nicht unbedingt ein Label drauf kleben.

München ich mag dich einfach und ich freu mich auf unseren ersten gemeinsamen Sommer!

Ein bisschen mehr zu München hab ich für euch aber natürlich noch.
Nämlich meine bisherigen Lieblings-Spots!

München: Meine Lieblingsspots!

Café Lotti

Es gibt bestimmt günstigere Cafés als das Café Lotti. Aber es ist mit so viel Liebe eingerichtet und die frischen Produkte im kleinen Café-Shop machen richtig Lust darauf, sich durch die Speisekarte zu probieren.

Schleißheimer Str. 13
80333 München

Mozzamo

The place to be für Liebhaber italienischer Küche. Der Mozarella dort und die Pizza aus dem Steinofen haben mich umgehauen!

Gaßnerstraße 1
80639 München

Happy Fildjan

Genau wie das Café Lotti direkt bei mir ums Eck. Ich bin selten so herzlich bedient worden, wie in diesem kleinen Restaurant und liebe die gemütliche Atmosphäre und Einrichtung – ganz abgesehen vom fabelhaften Wein, der dort angeboten wird.

Gabelsbergerstraße 64
80333 München

The Crow Bar

Perfekt, wenn ihr keinen Bock auf Schicki-Kneipe oder Biergarten habt. Eine kleine, feine Bar mit Dart und Giesinger Craft Bier. Hat Stammkneipen-Potenzial!

Agnesstraße 54
80798 München



2 thoughts on “Minga, I mog di! (+ 3 meiner Lieblings-Spots)”

  • Fantastisches Bild vom Nymphenburger Park! War auch erst letzte Woche wieder dort – so schön!

    München hat halt einfach was. Und die alternative Szene gibt es ja auch, man muss sie nur immer etwas suchen. Ich kann es auch kaum erwarten, bis die Biergarten Saison wieder beginnt.

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