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Das Wort zum Sonntag — New adventures ahead

Das Wort zum Sonntag — New adventures ahead

Ein paar von euch haben es sicherlich auf Instagram schon gesehen: Goodybe Cape Town! Ich bin unglaublich dankbar für dieses Jahr, dass ich in Kapstadt leben durfte. Ich habe so viel über mich gelernt. Und über andere Menschen. Ich habe gelernt, wie eng Unterschiede und […]

Ein Neighbourhood Guide: Wohnen in Kapstadt – aber wo?

Ein Neighbourhood Guide: Wohnen in Kapstadt – aber wo?

Fast genauso wichtig wie die Lebenshaltungskosten in Kapstadt zu kennen, zu wissen, in welchem Stadteil es sich am besten wohnen lässt. Einwanderer und Neuankömmlinge stellen sich – oder mir – die Frage: Welcher Stadteil ist sicher? Welcher Stadteil ist billig? Welcher Stadteil ist gut zum […]

Kapstadt-Kolumne #13 — Was ist eigentlich »White Privilege«?

Kapstadt-Kolumne #13 — Was ist eigentlich »White Privilege«?

Wie lange ich an dieser Kolumne schon schreibe, wie oft ich die Hälfte wieder gelöscht habe, wie oft ich noch mal von vorne angefangen habe – das kann ich gar nicht sagen. Und trotzdem war mir von Anfang an klar, dass ich sie schreiben werde. […]

Die schönsten Sommerfotos aus Kapstadt

Die schönsten Sommerfotos aus Kapstadt

Katrin von Before We Die hat zur Blogparade aufgerufen. Das Motto: Hallo Sommer! Und weil in Europa ja gerade der Sommer kommt und er sich bei uns langsam aus dem Staub macht, habe ich die ersten regnerischen Tage damit verbracht, einmal sämtliche Fotos zu sichten. […]

10 Dinge, die ich an Deutschland vermisse

10 Dinge, die ich an Deutschland vermisse

Ich liebe Kapstadt. So viel sollte inzwischen jedem klar sein. Ich lebe in einem kleinen Paradies auf Erden. Trotzdem habe ich 25 Jahre meines Lebens in Deutschland verbracht. Nürnberg wird immer mein Zuhause sein. Und obwohl es einige Dinge gibt, die ich an Deutschland überhaupt […]

Was kostet die Welt? Lebenshaltungskosten in Kapstadt

Was kostet die Welt? Lebenshaltungskosten in Kapstadt

Die erste Frage, die sich ein Auswanderer-to-be stellt? Wie viel Geld werde ich in der neuen Heimat ausgeben? Wie sind die Lebenshaltungskosten? Die meisten Auswanderer glauben, dass das Leben in Afrika superbillig ist. Die Lebenshaltungskosten in Kapstadt sind auch niedriger als in Deutschland zum Beispiel. […]

[Travel] 25 Gründe, warum ich Kapstadt liebe

[Travel] 25 Gründe, warum ich Kapstadt liebe

Ach Kapstadt … die Mother City begeistert mich immer wieder. Wie ein frischverliebtes Pärchen, kann ich einfach nicht genug von ihr kriegen. Es ist aber auch zu einfach, sich in Kapstadt zu verlieben. Selbst, wenn wir nur ein Wochenende mal raus mussten aus der Stadt […]

Kapstadt-Kolumne #12 — 8 Monate Kapstadt

Kapstadt-Kolumne #12 — 8 Monate Kapstadt

Ich laufe langsam aus dem klimatisierten Büro. Es ist heiß gewesen heute, sofort spüre ich den Schweiß, der sich unter meinem Rucksack sammelt. So viel zur Dating-Atmosphäre heute Abend, mit der ich eigentlich für ein schickes Abendessen gehofft hatte. »Danke, Kapstadt«, denke ich, während ich das […]

5 Fragen an Auswanderer: Patrick in Frankreich

5 Fragen an Auswanderer: Patrick in Frankreich

Nachdem letzte Woche Jana aus der Schweiz berichtet hat, bleiben wir noch ein bisschen auf dem europäischen Festland. Ein bisschen weiter südwestlich lebt Patrick mit seiner Familie in Frankreich. Über das Leben in Südfrankreich schreibt er auf idprovence. Mit seiner Frau und seinen Kindern ist […]

Kapstadt-Kolumne #11 — Grillen auf Südafrikanisch

Kapstadt-Kolumne #11 — Grillen auf Südafrikanisch

Südafrikaner sind ja in vielen Dingen verrückt. Als ein Freund neulich bei uns über Nacht blieb, haben wir seine Schuhe erst am Nachmittag unter der Couch entdeckt. Auf meine Frage, ob er sie denn nicht vermissen würde, antwortete er bloß: »Nein, ich hab doch noch […]


Kapstadt-Kolumne

10 Dinge, die ich an Deutschland vermisse

10 Dinge, die ich an Deutschland vermisse

Ich liebe Kapstadt. So viel sollte inzwischen jedem klar sein. Ich lebe in einem kleinen Paradies auf Erden. Trotzdem habe ich 25 Jahre meines Lebens in Deutschland verbracht. Nürnberg wird immer mein Zuhause sein. Und obwohl es einige Dinge gibt, die ich an Deutschland überhaupt nicht vermisse (das Wetter …), gibt es einige Dinge, die ich sehr vermisse (meine Freunde …). Und auch ein paar Sachen, von denen ich niemals gedacht hätte, dass sie mir fehlen würden. Aber sie tun es!

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Nieselregen

Ja, ich hätte niemals gedacht, dass ich das sagen würde. Doch ich vermisse den Regen. Hier in Kapstadt gibt es manchmal vier Jahreszeiten an einem Tag. Das ist nicht schlecht, da es beinahe keinen Tag gibt, an dem ich die Sonne nicht sehe. Aber wenn es regnet, dann richtig. Es regnet Sturzbäche und der Wind ist dabei so stark, dass ein Regenschirm nutzlos ist. Selbst mit Regenjacke bin ich innerhalb von Millisekunden bis auf die Unterwäsche durchnässt, das Wasser auf den Straßen steht knöcheltief und die Kapstädter drehen durch. Man hat das Gefühl, die ganze Stadt würde aus Zucker bestehen und wer sich draußen aufhält, wird sich innerhalb kürzester Zeit auflösen. Ich vermisse den Nieselregen, bei dem ich unter einem Regenschirm trotzdem noch gemütlich zur Arbeit laufen kann.
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Öffentliche Verkehrsmittel

Früher, da gab es in meinem Leben Busse, die fuhren von morgens um 6 Uhr bis nachts um 2 Uhr. Ich konnte mich darauf verlassen, dass sie auch wirklich dann kamen, wenn es auf dem Fahrplan stand. Jetzt habe ich MyCiti, der zwar auch recht zuverlässig dann abfährt, wenn es auf dem Fahrplan steht, aber nur bis 9 Uhr abends. Und garantiert nicht überall dorthin, wo ich eine Busverbindung bräuchte. Dafür stehe ich im Stau. So eine halbe Stunde jeden Tag. Ich will gar nicht darüber nachdenken, was für eine vergeudete Lebenszeit das ist.
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Rad fahren

Okay, wenn wir schon beim Thema Fortbewegung sind: Ich dachte nicht, dass ich das jemals sage, aber ich vermisse Radfahren. Es ist einfach die schnellste Möglichkeit, irgendwohin zu kommen. Keine Probleme mit dem Parken, keine Staus, ein Bierchen oder zwei sind auch drin. Wunderbar. Hier in Kapstadt eher schwierig. Nicht nur, weil es hier und da ziemlich steil bergauf geht. Nein, die Autofahrer hier sind auch wahnsinnig. Ihnen möchte ich nicht mal mit dem Roller in die Quere kommen, geschweige denn mit dem Fahrrad. Und was erschwerend hinzukommt: Nachts möchte ich auch nicht, dass mich jemand runter zieht, von meinem Drahtesel. Der einzige Trost: Fürs Radeln wäre es die meiste Zeit sowieso zu windig!

Etwas anderes als Wein sucht man im Supermarkt vergeblich…

Aldi

Es ist nicht so, als gäbe es hier keine coolen Sachen im Supermarkt und als würde ich Aldi brauchen. Aber manchmal überfordert mich diese Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten bei Pick’n’Pay und Checkers. Mir recht eine Milch. Ich brauche nicht fünf Kartons, von denen ich immer noch nicht weiß, welchen ich beim letzten Mal eigentlich gekauft habe. Mir reichen auch drei verschiedene Müslis. Dreizehn überfordern mich. Und dann diese nervige Gesetzgebung, die verbietet, dass Bier im Supermarkt verkauft werden darf. Wo ist denn da die Logik, wenn ich meinen Sauvignon Blanc neben der Wursttheke finde, aber für mein Windhoek Lager in den Liquor Store rennen muss?
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Vero Moda

Ja, ja, ich weiß, Beststeller und damit auch die Marke Vero Moda sind eigentlich dänisch. Aber trotzdem: Ich vermisse meinen Lieblingsshop aus ganzem Herzen! Cotton On ist zwar ganz cool, keine Frage, aber mit Vero Moda kann es nicht mithalten. Und Mr. Price und Pick’n’Pay Clothing… na, fangen wir gar nicht erst an davon. Zara und Mango gibt es hier auch, sind aber unglaublich teuer, und ich vermisse einfach einen coolen Mittelklasse-Laden in dem ich weiß, dass ich kriegen werde, was ich will. Sorry, Woolworths, aber dieses Niveau kannst du einfach nicht erreichen …
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Marmelade

Meine Oma war früher eine begeisterte Marmeladenköchin. Inzwischen kocht sie nicht mehr ein, aber ihr Keller ist noch voll von Gläsern voller Erdbeer-, Kirsch-, Holunder-Apfel- und Pflaumenmarmelade. Die gute, dicke mit großen Fruchtstücken drin, die auf einem frischen Brot mit Frischkäse einfach fabelhaft schmeckt. Mir knurrt der Magen beim Gedanken dran. Die Südafrikaner halten leider nicht so viel von dieser Art Marmelade. Bevorzugt findet man in großen, joghurtähnlichen 500g-Bechern oder in Blechdosen neben den Erbsen und dem Mais eine Art zuckriges Gelee, das mit echter Marmelade nicht viel gemeinsam hat. Bei meinem nächsten Heimaturlaub werde ich einen Obstbaum an Marmelade futtern!

Nach Sonnenuntergang kann’s frisch werden…

Zentralheizungen

Einfach den Schalter aufdrehen und in der ganzen Wohnung wird es mollig warm? Fehlanzeige hier in Südafrika. Schlecht isoliert sind die Häuser außerdem. Da bleibt im Winter – der übrigens doch ziemlich kalt wird – nur eins: Heizdecke und Heizstrahler kaufen (und damit unglaublich viel Prepaid-Strom verbrauchen) oder mit Pullover und Jacke auf der Couch sitzen.
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High Speed Internet

Das waren noch Zeiten, als ich nicht 5 Minuten warten musste, bis das YouTube-Video auf meinem Handy geladen hat. Oder als ich einfach durch Instagram scrollen konnte, ohne jede Menge weißer Vierecke zu sehen. Ganz davon abgesehen, wie lange es dauert, einen Stream buffern zu lassen, um abends einen Film anzuschauen. Die beste Idee ist, das ganze Video schon morgens laden zu lassen … Man gewöhnt sich ja an alles, aber ich muss sagen: Manchmal fehlt mir schnelles Internet schon sehr!
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Käse

Es gibt hier Cheddar und Edamer. Beide haben eine leicht gummiartige Konsistenz. Beide schmecken ungefähr gleich. Zumindest für meine käseverwöhnten Geschmacksnerven. Klar, es gibt auch europäischen Käse in der Delikatessen-Theke zu kaufen. Emmentaler, dänischen Käse, Gorgonzola – doch die Preise sind so happig, dass ich dankend darauf verzichte. Und meinen Emmentaler schmerzhaft vermisse. Ganz ehrlich, ich dachte niemals, dass es soweit kommt, doch wenn mich Leute aus Europa besuchen, dann bitte ich sie, mir eine Packung Käse mitzubringen. Und den genieße ich dann pur. Ohne Butter, ohne Brot.

Es gibt unglaublich leckeres Essen hier. Aber manchmal vermisse ich einfach das, was ich schon kenne …

Philadelphia und Buko Frischkäse

Lasst uns noch eine Weile beim Essen bleiben. Denn ich frage mich: Was ist los mit dem südafrikanischen Frischkäse? Warum schmeckt er wie Pappe, egal ob ich den von Pick’n’Pay oder von Lancewood kaufe? Egal ob es Low Fat oder Full Fat ist und egal welche Geschmacksrichtung er hat? Und warum, warum, gibt es bei dem gerade schon erwähnten German Deli keinen Philadelphia zu kaufen?
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Gebäck

Last but not least: Ich bin ein Brotkind. Semmeln, Brezen, Spitzeln, ein frisches Knärzl (Brotende) – es gibt nix Besseres! Ich will nicht sagen, dass das Brot hier schlecht ist. Aber mir fehlt einfach die Vielfalt. Und mir fehlt das gute alte Schwarzbrot. Und dann gibt es natürlich auch noch die Sache mit dem Gebäck. Milktarte, Donuts Muffins gut okay, aber Nussschnecken, Nussecken, Krapfen … ich vermisse den guten alten Zuckerschock aus der Bäckereitheke.

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Lebt ihr im Ausland?
Was vermisst ihr aus Deutschland?
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