[:de]Sechs wichtige Fragen vor dem Auswandern[:en][Moving Abroad] Auswandern: An diese 6 Dinge solltest du denken[:]

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Eine so große Entscheidung wie die, das Heimatland zu verlassen, trifft man nicht über Nacht. Ich habe lange überlegt – was schlussendlich den Ausschlag gegeben hat? Schon der Bauch, allerdings war der Kopf diesmal an der Entscheidung maßgeblich mitbeteiligt.

Ich bin kein Experte, was Auswandern betrifft und sicherlich nehme ich mir nicht raus, hier eine fertige Liste mit allen Dinge zu präsentieren, die bei einer Auswanderung zu bedenken sind. Allerdings habe ich festgestellt, dass es vor allem Kleinigkeiten sind, die genau bedacht werden wollen. Auch Selbstverständlichkeiten muss man sich manchmal nochmal vor Augen halten, weil sie sonst hintenüber fallen. Schlussendlich waren es sechs Dinge, die mir am Wichtigsten waren und den Ausschlag gegeben haben.
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Sechs wichtige Fragen vor dem Auswandern

Job & Visum

Klingt selbstverständlich: Ich bewerb mich, ich bekomm einen Job, ich krieg ein Visum. So einfach ist es aber nicht! Visumsprozesse wurden geschaffen, um zukünftige Expats und Einwanderer auf ihr Durchhaltevermögen und ihre Ausdauer zu testen. Wie viel Druck und Nervenkitzel hältst du tatsächlich aus, bis du dein Visum in der Hand hältst? Wie viel Geld hast du in beglaubigte Kopien, beglaubigte Übersetzungen, medizinische Zeugnisse und Bearbeitungsgebühren gesteckt? Wie viel graue Haare haben dich zusätzliche Tests und Zertifikate gekostet, die erst mitten im Prozess als neue Hürde aufgetaucht sind?

Auch nicht einfach: Das richtige Visum zu finden, wenn manches Land zwei oder drei unterschiedliche zur Auswahl hat. Deshalb habe ich mich beispielsweise von Experten beraten lassen. Für Südafrika kommt beispielsweise Imcosa in Frage, dort ist auch eine Erstberatung kostenlos. Bist du bereit, diesen Hindernislauf auf dich zu nehmen?
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Fernbeziehung mit der Familie

Ja klar, dass der neue Lebensmittelpunkt sich nicht mehr im nächsten Umfeld der eigenen Liebsten befinden wird, scheint logisch. Aber auch Dinge, die eigentlich logisch erscheinen, sind einem nicht immer unbedingt tatsächlich bewusst: Deine beste Freundin trennt sich und du bist nicht da. Dein Bruder heiratet und du bist nicht da. Deine Oma kommt ins Krankenhaus – und du bist nicht da. Natürlich ist die Welt kleiner geworden, Whatsapp, Line und Skype machen Distanzen kleiner und den Kontakt über Landesgrenzen einfacher. Aber trotzdem: Du. bist. nicht. da. Kannst du damit leben?
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Andre Länder, andre Sitten

Auf was kannst du nicht verzichten? Seien wir mal ehrlich, es können Kleinigkeiten sein wie anständiges Brot. Jeder, der schon mal ein paar Wochen in Italien oder Frankreich im Urlaub war oder der längere Zeit in den Staaten verbracht hat, weiß wovon ich spreche – diese Sehnsucht nach einer guten, deutschen Breze, nach Vollkornbrot mit Körnern und frischer Kruste.

Es können aber auch große Dinge sein, wie die Freiheit, sich frei zu bewegen, das Sozialsystem oder die kleinen Annehmlichkeiten unseres europäischen Lebensstandards. Ich würde niemals in ein Land ziehen, ohne das Leben dort nicht zumindest erprobt zu haben. Und dann heißt es aufwiegen: Worauf kann ich überhaupt nicht verzichten und ohne was kann ich leben? Komme ich da zu einem Kompromiss?

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Was kostet die Welt?

Erster Gedanke: Afrika? Billig! Ja, stimmt prinzipiell. Dass die Mietpreise allerdings fast den deutschen entsprechen, hatte ich zum Beispiel nicht bedacht. Auch nicht, dass ich mich dort besser privat versichern sollte statt staatlich. Also vornweg: Ohne Budgetplan läuft nix! Denn eine Sache ist beim Auswandern relativ sicher: Das Gehalt im Ausland ist selten höher als in Deutschland. Und Auswandern kostet nicht wenig (siehe Punkt Visum).

Die Lebenshaltungskosten sind dafür häufig niedriger, fragt sich allerdings wie viel. Must Do: Ein Budgetplan. Und zwar ein ungeschminkter, ohne geschönte Ausgaben, »Wird schon nicht so viel sein« oder »Das sehe ich dann vor Ort«. Stimmen Gehalt und Ausgaben zumindest auf Null überein? Wenn ja, dann gut. Wenn nein: Überleg dir, ob du diesen Schritt wirklich wagen willst!
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Echte Selbstständigkeit

Erwachsen sein und selbstständig sein – der Unterschied ist hier größer als gedacht. Ich habe Freundinnen, die würden sich niemals alleine in ein Flugzeug setzen. Dass sich da eine Auswanderung als nächstes großes Abenteuer vielleicht nicht unbedingt anbietet, sondern es wohl eher die Wanderung im Harz sein sollte, ist irgendwie klar.

Aber auch in anderen Situationen werden Expats alleine sein: Beim Visum beantragen, beim Mietvertrag unterschreiben, beim Auto kaufen, bei Behördengängen – und am Anfang wird es nicht allzu viele Freunde in der neuen Heimat geben. Wie selbstständig bist du, wenn es mal Probleme gibt? Kannst du einen klaren Kopf bewahren? Wie gut kommst du alleine zurecht oder auch mal mit der Hilfe von Fremden? Wie outgoing bist du? Wer sich diese Fragen nicht ehrlich beantwortet, kann beim Auswandern ganz schön böse aufwachen.
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Ein Plan B

Auswandern ist ein bisschen wie Verliebtsein: die rosarote Brille sitzt und alles wird klasse werden! Ans Schluss machen denkt da keiner! Aber wie auch beim Verliebtsein kann es schneller zu Ende sein, als man sich wünschen würde. Und dann? Ist ein Plan B unabdingbar. Selbst die Besten machen mal einen Fehler, treffen eine Entscheidung, die so nicht klappt, wie sie gedacht war oder stellen fest, dass der große Traum eben doch nicht mehr war als das.

Das ist nicht schlimm und kann passieren. Eine Lebenserfahrung war es auf jeden Fall – und noch eine Wohnung, einen Job und gute Freunde daheim in petto zu haben und einen Plan B im Hinterkopf ist dann genau das richtige Auffangnetz – und hat nix mit Scheitern zu tun, sondern lediglich mit Realismus.
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Was würdet ihr hinzufügen?
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Foto: Stefan Stefancik/pexels.com, lifeofpix

[:en]It’s a big decision to leave your country to live in a foreign place. How to decide such a ›big thing‹? I guess it was a mixture between gut feelings and pro-and-con-lists.

Therefore I am no expert when it comes to moving abroad at all. I am just trying to figure the whole thing out – expat life is all about organizing things and being patient, I figured that out already. But during the period of planning I realized that you mostly have to think about the little things. In the end, I asked myself six questions.

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Six things to ask yourself when you move abroad

Can you get a job and a visa?

For me, this one is a deal-breaker. I wouldn’t move abroad without having signed an employment contract. But that’s just me. If you can live without the safety of an employment waiting in your new home country, you can just give it a try and look for a job once your there. But there’s another thing to keep in mind: In most countries, it’s pretty easy to get a tourist visa. Work visas are a different story, though and visa processes were made to test your perserverance – and your bank account. Your going to pay shitloads of money for certified copies, certified translations, medical reports and police clearance certificates. Not to mention the price of all the cigarettes and bottles of wine your consuming to calm yourself down. As for me, I decided to leave the work to experts. For South Africa, I can recommend Imcosa. A first consulting session is for free with them, then you can decide if you want to let the experts do the work or face the jungle of documents and regulations yourself.

Can you have a long-distance relationship with your friends and family?

This one seems so obvious: you’re moving, so you won’t be with your family and friends anymore. And I guess this will be the hardest one for me. You will miss birthdays, break-ups, engagements and weddings of your family and closest friends and you can’t be there for them when they need you most. Of course, Skype, Line and WhatsApp have made overseas conversation a lot easier but it’s not the same as a face-to-face meet up. You will miss them, you will feel guilty and you might lose contact to a couple people that used to be close friends.

What is there you can’t live without?

There is a huge difference between travling an country and living in a country. Eventhough I have been living abroad for quite some time in South Africa and Denmark, I know that culture shock is going to hit me hard. Sometimes it’s the little things you miss – German bread, German sausages, good coffee – sometimes it’s cultural and traditional things you just can’t get used to. For me, it’s punctuality and reliability that I know is missing sometimes in interaction with South Africans. So you need to be honest when asking yourself: Can I give up some of my beliefs and traits? Or can I at least live with a compromise that won’t make me unhappy?

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How expensive is life abroad?

Okay, come here. Show me the money! Can you afford living abroad? Remember: Your visa might just cost you shitloads of money, as well as your flight and moving all your stuff to your new home country. And then there’s buying new furniture, buying a new car, getting new insurences – the stuff adds up. And apart from that, you often underestimate the real experiences you have abroad. For example: South Africa is a lot cheaper then Germany, but: prices for a rental apartment are almost German standard. Plus: your salary abroad might be lower than the one in your home country. Therefore a budget plan ist a must! And you shouldn’t leave if you realize you will spend more money than you earn for more than six months.

Are you really independent?

There’s a difference between being a grown-up and being independent. I’ve got friends who would never board a plane alone. I’ve got friends who would never ho on holidays alone. For these friends, moving abroad might not be the next best adventure. As an expat, you will face challenges as well: applying for your visa, buying a car, finding an aparment, open a bank account… you need to do this all by yourself, and it will be hard and you will feel like giving up but you need to trust yourself to do it anyway. If you’re a really shy and introvert person who is not too keen on meeting new people and who gets nervous in unfamiliar situations, moving abroad might just not be your thing (yet).

Do you have a plan B?

Moving abroad feels a bit like being in love head over heels: You see your adventure through rose-colored glasses, everything will be perfect. And just like in a brand-new relationship, you’re sure that you will never ever break up. But just like relationships fall apart, you might just realize that the expat life is not your thing, no matter how hard you tried. This doesn’t mean you failed. Failure is, not to try at all. Neverteheless, your situation will be a lot easer if you have a plan b and know how to move on.

What do you think? Is there something you would add?

Picture: Stefan Stefancik/pexels.com, lifeofpix

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Kathi Daniela

Kathi Daniela

Kathi ist freie Redakteurin und Travel-Bloggerin. Sie hat insgesamt eineinhalb Jahre in Südafrika und ein Jahr in der Tschechischen Republik gelebt. Am liebsten hält sie sich irgendwo in der Nähe vom Meer auf
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