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by Kathi Daniela
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Es war Mitte 2015 und ich saß im Wohnzimmer meiner Eltern und heulte – weil ich Liebeskummer hatte und Heimweh nach einer Stadt, die nicht meine war, weil ich mir nicht vorstellen konnte, hier in meiner Heimatstadt zu leben, aber auch nicht, meine Koffer zu packen und einfach so auszuwandern. Weil ich mich verliebt hatte, in Südafrika, während meines dreimonatigen Sabbaticals und mir jetzt nicht mir vorstellen konnte, hier zu sein, in der gleichen Stadt, im gleichen Gebäude, am gleichen Schreibtisch – für die nächsten paar Jahre. Ich wollte zurück…

Und so beginnt meine Auswander-Geschichte. Eigentlich nicht anders als die meisten Geschichten von jemandem, der nach dem Studium nur noch mal kurz ein bisschen ins Ausland wollte – so wie ich auch. Ich wollte nur nochmal kurz ins Ausland, nur nochmal etwas anderes erleben, bevor der Arbeitsalltag mich packen würde. Und dann kam Südafrika. Was vorerst nur als kurzes 3-monatiges-Sabbatical geplant gewesen war, wurde unerwarteterweise Liebe – Liebe zu dieser Stadt, dieser Freiheit, diesem Leben – und nach 15 harten Monaten des mit mir Kämpfens, der Jobsuche und der Visums-Angelegenheiten war es im August 2016 so weit: Mit 30 Kilo Gepäck stieg ich in ein Flugzeug nach Südafrika. Ich, die sich niemals für den Auswanderer-Typ gehalten hatte, die einfach nur noch ein bisschen weg gewollt hatte tat das, was ich mir selbst nie zugetraut hätte: Ich wagte den Sprung ins Blaue – und wanderte aus!

Doch damit ist die Geschichte nicht zu Ende. Denn Südafrika, mein Traum, meine Endstation, das Land, in dem ich nun leben wollte – wurde nur eine kurze Episode meiner Auswander-Geschichte. Schon kurz nach meiner Ankunft in Kapstadt war da er: Der laute, witzige, aktive Bosnier – mit dem ich schon wenige Monate später zusammen zog und der mich wenige Monate darauf fragte: »Ich muss für den Job nach Europa ziehen – willst du mich begleiten?«

Und wie is so oft ist, mit den großen Entscheidungen des Lebens, gibt es kein Richtig oder Falsch. Es gibt nur eins: Sich entscheiden, dazu stehen, hoffen, dass es sich am Ende gut anfühlt. Und eines war mir klar: Kapstadt würde sich ohne ihn nicht so gut anfühlen wie mit ihm. Und so sagte ich ja. Ich packte erneut die Koffer und Mitte 2017 ging es los – zurück nach Europa, mitten nach Prag!

Die Märchenstadt brauchte eine Weile, mein Herz zu erobern, Liebe auf den ersten Blick war es nicht gerade. Doch mein Heimweh nach Kapstadt wurde weniger und weniger. Sechs Monate später hatte Prag sich in mein Herz geschlichen, 8 Monate später – stand ein Job Angebot von Maersk für meinen Mann im Raum. In Hamburg. Unser Intermezzo mit der Hafenstadt war bittersüß – ein kurzer heißer Sommer, sie passte für uns beide nicht. Schon mit dem Fallen der Blätter machten wir uns erneut auf den Weg – München als Ziel.

Immerhin, diese Liebe hielt 18 Monate – doch nach zwei Jahren in Deutschland stellte nicht nur ich, sondern besonders der Bosnier an meiner Seite fest: Die Deutschen mögen das Exotische lieben, weltoffen sein und tolerant – jedoch nicht unbedingt vor der eigenen Haustür. Meine Heimat würde ihm niemals eine werden – und mit diesem Wissen… zogen wir weiter: Nach Bosnien-Herzegowina, seiner Heimat. Und genau zu dem Augenblick, in dem eine Pandemie die Welt zum Erliegen brachte.

Die Monate in Bosnien waren dennoch besonders. Sie waren intensiv, wunderbar, schrecklich an manchen Tagen, ein Kulturschock und eine Begeisterung für das Neue. Sarajevo forderte mich heraus – jeden Tag ein bisschen mehr, bis ich schließlich zur Ruhe kam, ein halbes Jahr später – und erneut die Koffer packte.

Es war Zeit, nach Hause zurück zu kehren – in die Stadt, in der alles begonnen hatte: Kapstadt. Und nun sitze ich hier und während ich diese Zeilen tippe, schaue ich auf einen wolkenverhangenen Tafelberg und ich frage mich, wie das Leben manchmal spielt, warum sich alles in Kreise bewegt und überhaupt – warum wir manchmal so lange brauchen, um zu erkennen, was uns glücklich macht.Denn für mich ist das vor allem eines: In Bewegung zu sein. Und mein Ziel ist es dabei, euch ein Stück mitzunehmen, euch zu motivieren, zu inspirieren und vielleicht auch zum Lächeln zu bringen.

If I'm an advocate for anything, it's to move. As far as you can, as much as you can. Across the ocean, or simply across the river. The extent to which you can walk in someone else's shoes or at least eat their food, it's a plus for everybody. Open your mind, get up off the couch, move.
– Anthony Bourdain

Totes Meer auf Lokrum
kathi ♦ 30 jahre alt ♦ kapstadt, münchen, prag, Sarajevo ♦ meer ♦ adventures ♦ reisen ♦ kaffee ♦ elefanten ♦
food ♦ laughter ♦ happiness ♦ writer ♦
summer child ♦ colorful ♦ joie de vivre

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